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Anonymous
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Töten von "Futter"tieren
Verfasst am: 26.09.2002, 15:47

Hallo,

ich weiß das es ein brenzliges Thema ist, aber trotzdem möchte ich gern wissen wie man "Futtertiere" moralisch vertretbar töten kann. Ich hab schon von den merkwürdigsten Methoden gehört (Vergasen, auf den Boden werfen usw). Ich selbst möchte halt das der Tod recht schnell und schmerzlos eintritt. Ich hab da schon an flüssigen Stickstoff gedacht, aber es ist glaub ich gar nicht so einfach flüssigen Stickstoff zubekommen, und ganz ungefährlich ist es auch nicht. Wäre aber kurz und schmerzlos. Ich meine wenn man eine Mäuse- oder Fischzucht hat, dann braucht man diese Tiere auch in verschiedenen Größen. Gerade bei heranwachsenden Schlangen brauch ich eine zeitlang Babymäuse - dann Fuzzys usw. Aber wenn man sich die Futtertiere nicht einfrieren kann hat man selten grad die richtige Größe parat. Ausserdem ist es auch Ansichtssache lebend zu füttern.
Bin ja mal gespannt wie ihr das so handhabt bzw. was ihr so zu dem Thema denkt.

Gruß

Michael

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Anonymous
Gast





Verfasst am: 26.09.2002, 19:01

Hi Michael,

ja, da hast Du recht, es ist ein brenzliges Thema. Ich hoffe, mit meinem Posting nicht in ein Wespennest zu stechen....

Also, ich muß jetzt erstmal sagen, daß ich eigentlich grundsätzlich lebend verfüttere. Meine Erfahrung ist die, daß die Schlangen die Tiere schneller und sauberer töten, als man das ohne großen Aufwand selbst erledigen kann. Viele sprechen von Gefahren bei lebender Verfütterung, Mäuse könnten die Schlangen beißen... ok, mal ehrlich, wie oft kommt es vor, daß eine "trainierte" Schlange von einer Maus gebissen wird? Nicht oft! Und wenn doch? Na und! Ich habe schon einige Mäusebisse erlebt, auch mal den ein oder anderen, bei dem die Schlange leicht geblutet hat, was aber nach wenigen Sekunden zu ende war. Was passiert in freier Natur? Schlangen würden keine toten Tiere finden, diese könnten nämlich sonstwas mit sich schleppen und sind daher gefährlich. Zudem trainiert lebendes Futter die Muskeln und erhält die natürlichen Instikte. Nun aber noch zum Thema verletzte Schlange.... gerade da ich schon den ein oder anderen Biß hatte und mir da auch schon einige Gedanken drüber gemacht habe, war für mich das Beobachten der verletzten Tiere wichtig. Man sieht den Schlangen in den seltensten Fällen den Biß noch an, nachdem sie verdaut haben und nach der nächsten Häutung ist definitiv nix mehr zu sehen (unter der Voraussetzung von Futtertieren in der richtigen Größe - man will ja eine Zerfleischung der Schlangen vermeiden *gg*). Da ein Biß von einem Futtertier natürlich ist, haben die Schlangen eben gerade für solche Fälle einen besonderen Mechanismus, die Schuppen sind sicherlich einer davon. Und wie gesagt, nach der nächsten Häutung ist das kein Thema mehr.

Nun, soviel pro lebend Fütterung.... ab zum Töten:
da ich nur meine Babys in Notfällen mit toten Mäusen versorge, kann ich dir eben nur hier Tipps geben. Ich gehe meist so vor, daß ich den Schädel von den kleinen Mäusen zertrümmere - ist meiner Erfahrung nach der schnellste Tod. Welcher Tod ist der angenehmste? Das ist eigentlich schon ein Widerspruch in sich, daher beantworte ich die Frage damit, daß ich den schnellsten wähle. Noch schneller ist der Tod durch die Schlange selbst, also überleg's Dir nochmal ;-)

Da ich oben so viel und so lange über Bißfolgen gesprochen habe, möchte ich nochmal explizit erwähnen, daß das wirklich selten der Fall ist. Wenn die Schlangen von klein auf lebend gefüttert werden, wachsen sie damit auf, was ja nur natürlich ist, und sind entsprechend auch geübt genug, um ohne Probleme mit ausgewachsenen Mäusen oder kleinen Ratten fertig zu werden, ohne sich dabei zu verletzen!

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und bin Dir mit meiner "Predigt" nicht zu sehr auf den Nerv gegangen ;-)

Gruß
Jochen
 
Daniel G.
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Verfasst am: 26.09.2002, 20:23

Hi Michael,

Jochen hat mir ja praktisch eine klasse Vorlage gegeben, so dass ich hier perfekt meine Meinung anbringen kann;)

Ich verfüttere grundsätzlich nur Totfutter! Zum einen wäre es für mich absolut unmöglich soviel Lebendfutter selbst zu züchten, wie ich zur Zeit benötige, zum anderen ist es auch nicht unbedingt notwendig lebend zu füttern!

Es gibt viele Fürs und Wieders auf diesem Gebiet, so dass es Dir überlassen bleibt die richtige Art der Fütterung für Dich auszuwählen.

Für mich ist das Frostfuter aus verschiedenen Gründen vorzuziehen. Zum einen ist es immer verfügbar, günstig, risikounbehafteter (neben eventuellen Bissen, die ich ebnfalls als nicht so gefährlich erachte, sind die Möglichkeiten einer Parasitose bei lebenden Tieren höher).

Damit habe ich Dir zwar keine Antwort auf Deine erste Frage gegeben, aber vielleicht benötigst Du ja auch garkeine mehr.

Da fällt mir noch etwas ein zu einer eventuelle Fischzucht. Falls Du Fische fachgerecht töten willst, kannst Du bestimmt die Maßnahmen anwenden, die einem bei der Fischereiprüfung beigebracht werden: Ein ausreichend kräftiger Schlag auf das Nachhirn wird hier vorgeschrieben, um kleine Fische zu töten und große zu betäuben, diese müssen dann noch mit einem Herzstich getötet werden. Ich habe eine Zeit lang Barsche aus eigener Zucht verfüttert und diese mit einem kräftigen Fingerschnipps auf das Nachhirn getötet. Die Tiere sind sofort tot! Das Nachhirn liegt auf der Hälfte der Strecke zwischen Rückenflosse und Augen!

Viele Grüße, dag Daniel

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Anonymous
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Verfasst am: 27.09.2002, 05:42

Hallo ihr beiden,

erstmal Danke an Daniel für den Tipp bei den Fischen, ich kannte bis dahin aus der Aquaristik nur das man kranke Fische am schnellsten tötet in dem man sie in kochendes Wasser gibt. Aber das würde ja auch die meisten Nährstoffe kaputt machen, und damit für eine Verfütterung ziemlich nutzlos.

So, jetzt hab ich die pro und cons der lebend/todfütterung gelesen. Eigentlich habt ihr beide recht.
Das Problem was ich bei lebend Futter habe ist das man im Winter kaum an Babymäuse bzw Fuzzys rankommt, jedenfalls hier wo ich wohne. Und was meine eigene Mäusezucht abwirft weiß ich noch nicht. Das gleiche Problem haben doch auch Züchter von Schlangen die mehrere Gelege haben, die brauchen doch dann bei jeder Fütterung ihrer kleinen unmengen an Babymäuse, und alle einkaufen geht ja dann schon ganz schön ins Geld, besonders dann wenn sie auf Fuzzys umsteigen. Und soviel Mäuse kann ich mir in einer Wohnung nicht halten, so das ich immer die richtige größe an Tieren habe. Das ist auch der eigentliche Grund warum ich lieber Frostfutter habe. Aber eins muß ich schon sagen - den Schädel könnt ich meinen Mäusen nicht zertrümmern, mag ja sein das es schnell geht, aber dazu könnt ich mich nicht überwinden. Babymäuse hab ich bisher erst in den Kühlschrank gestellt bis sie eingeschlafen sind und dann in's Tiefkühlfach geschoben. Aber bei Mäusen die schon en Fell haben und aktiver sind geht das nicht mehr - jedenfalls nicht schnell genung.
Übrigens noch ne Frage an Daniel - bei Frostfutter sterben Parasiten ab? Und wie schaut es mit den Eiern von Parasiten aus, können sich die bei einer Schlange einnisten?

Gruß

Michael
 
Daniel G.
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Verfasst am: 27.09.2002, 09:40

Hallo Michael,

es sterben nicht alle Parasiten ab, einfrosten ist halt nicht so effektiv, wie Ultrahocherhitzt! Allerdings überleben diese niedrigen Temperaturen auch nicht alle Parasiten.
Eier von Parasiten können sich durchaus in Deiner Schlange entwickeln und somit für einen Parasitenbefall sorgen!
Ich halte es deshalb so, dass alle meine Tiere, kurz vor der Winterruhe, eine Kotprobe abgeben müssen, die auf Parasiten untersucht wird. So bin ich immer auf der sicheren Seite!

Viele Grüße, dag Daniel

PS: Wenn Du bisher noch keine Erfahrungen im töten von Fischen hast, solltest Du Dir das eventuell von einem Angler zeigen lassen. Die sollten damit eigentlich jede Menge Erfahrungen haben und Dir das auch an solch kleinen Fischen zeigen können. Wenn Du das mit dem Finger nicht kannst/schaffst kanst Du Dir auch einen kleinen schween Gegenstand nehmen und damit zuschlagen! Im Anglerbedarf gibt es entsprechende Totschläger für ca 2-3€.

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Verfasst am: 27.09.2002, 10:11

Hi Michael,

wenn Du eine generell gesunde Schlange hast, dürfte Parasitenbefall bei Futtertieren kein Problem sein. Wenn ds Tier gesund und fit ist, werden die Parasiten mitverdaut und ausgeschieden. Da haben die Parasiten in der Regel keine Chance. Oft sind die Parasiten auch auf eine "Tiergruppe" ausgerichtet - sprich es ist fraglich, ob die Viecher, die sich von den Mäusen ernähren, auch was mit den Schlangen anfangen können. Das soll jetzt kein Freibrief für parasitenfreie Schlangen sein.... doch ich sehe die Gefahr durch Einschleppen über Futtertiere bei gesunden Tieren als sehr gering an.

Was die Futtertierkosten angeht... ist jetzt nicht böse gemeint, aber darüber sollte man sich VOR dem Anschaffen von Haustieren Gedanken machen! Gerade wenn man einige Tiere hält, können die Futtertierkosten schnell sehr hoch sein. Entweder man züchtet sich sein Futter selbst, oder man muß den Tierbestand reduzieren, wenn man diese Kosten nicht tragen kann.

Den Schädel von Mäusen zertrümmere ich nur bei Mäusen bis zur Größe von Fuzzies, als behaarte Mäuse. Darüber hinaus war es bei mir noch nicht notwendig, da meine Schlangen lebend fressen. Da hat sich mir ein gutes altes Schweizer Messer als sehr hilfreich erwiesen... das ist recht schwer, die Seiten plan und liegt gut in der Hand.... ein kurzer Schlag und das schlimmste ist überstanden ;-)

Gruß
Jochen
 
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Gast





Verfasst am: 27.09.2002, 13:22

Hi,

also ich versuche schon, vor allem Schlüpflinge an Frostfutter zu bekommen. Letztendlich ist es auch für die Abnehmer dann einfacher regelmäßig Futter zu besorgen, denn gerade im Winter ist das mit Babymäusen bzw. Fuzzies ja nicht immer so einfach. Frostmäuse in allen Größen kann man bei www.frostfutter.de bestellen... Lebende Mäuse aus der eigenen Zucht bekommen meine erst dann, wenn sie groß genug sind um Springer zu fressen. Das erspart mir dann auch die leidige Frage "wie bringe ich am besten meine Mäuse um die Ecke"...
 
Anonymous
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Verfasst am: 01.10.2002, 07:51

Hi,

ich wollte nur nochmal auf etwas eingehen, was mir zuvor nicht wirklich aufgefallen war:

Quote:

wenn Du eine generell gesunde Schlange hast, dürfte Parasitenbefall bei Futtertieren kein Problem sein. Wenn ds Tier gesund und fit ist, werden die Parasiten mitverdaut und ausgeschieden. Da haben die Parasiten in der Regel keine Chance. Oft sind die Parasiten auch auf eine "Tiergruppe" ausgerichtet - sprich es ist fraglich, ob die Viecher, die sich von den Mäusen ernähren, auch was mit den Schlangen anfangen können. Das soll jetzt kein Freibrief für parasitenfreie Schlangen sein.... doch ich sehe die Gefahr durch Einschleppen über Futtertiere bei gesunden Tieren als sehr gering an.



Andererseits gibt es aber auch Parasiten, die Beutetiere als Zwischenwirte benutzen. Die Katze z. B. holt sich ihre Bandwürmer von den Mäusen die sie frißt. Fischfressende Schlangen holen sich ihre Würmer auch nicht selten vom Fisch den sie fressen. Ich würde also nicht unbedingt sagen, dass die Gefahr durch Einschleppen über Futtertiere bei gesunden Tieren sehr gering ist...
 
Anonymous
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Verfasst am: 03.10.2002, 20:39

Also....ich hab meine Schlange noch nicht sehr lange und ich muß sagen, daß man das Töten vom Futtertier doch der Schlange lieber selber überlassen sollte.Ich habe mir das Anfangs auch sonst wie grausam vorgestellt, aber das ist nicht so. So sauber und schnell, wie die Schlange die Maus oder Ratte tötet, schafft es keiner.Das geschieht so schnell, daß die Maus nicht leiden muß.
LG Darkyblue
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 03.10.2002, 21:46

Hi darkyblue,

ich denke das ist auch nicht wirklich Michael's Problem... Es geht hier eigentlich um's Eingefrieren (und deshalb vorheriges Töten von Mäusen)eigener Zuchtmäuse unterschiedlicher G röße "auf Vorrat" anstatt sie im Winter zu kaufen Dass man das Töten nach Möglichkeit der Schlange selbst überläßt ist klar - aber die würde schön dumm kucken wenn man sie ihr nach dem Würgen wieder wegnimmt
 
Anonymous
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Verfasst am: 05.10.2002, 00:49

Quote:

- aber die würde schön dumm kucken wenn man sie ihr nach dem Würgen wieder wegnimmt



wäre eigentlich mal ne wirklich geniale Idee *ggg*

Jochen with a new and very good idea in his mind for future kills *lalelu*

 
Anonymous
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Verfasst am: 07.10.2002, 23:53

ich habe leider damit ein problem...
meien korni frisst schon tote mäuse babys... und das sit auch gut.. weil die sind 1a quali die ich bekomme.
nur bei meinen spinnen ist es schwierig weil ich die ganzen jahre die auf babymäuse gewöhnt habe...
nur die gehen an tote nicht ran und müssen lebende haben..
und da ja der tierschutz oder wer auch imemr das verkaufen von lebend babymäusen verboten hat stehe ich auf dme schlauch.. weil die nichts anderes fressen..
 
Anonymous
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Verfasst am: 08.10.2002, 08:01

Hallo Fry,

kannst du sie denn nicht von den Frosties überzeugen indem du sie mit der Pinzette etwas bewegst? Bei mir funktioniert das recht gut, 2 meiner 3 verbliebenen Spinnen fressen sie mittlerweile auch tot.
 
Anonymous
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Verfasst am: 08.10.2002, 10:08

alles schon probiert.. die sind verwöhnt die spinnen
 
Anonymous
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Verfasst am: 08.10.2002, 14:39

Warum füttert Ihr Eure Spinnen eigentlich mit Mäusen?
VS fressen zwar auch Wirbeltiere, doch die Hauptnahrung besteht überwiegend (fast ausschließlich) von Insekten, somit ist auch das eigentlich die geeignetere Wahl der Futtertiere... Heimchen, Grillen, Heuschrecken,.... Auswahl gibt's da ja mehr als genug....

Gruß
Jochen
 
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Verfasst am: 08.10.2002, 16:19

Ganz einfach, weil ab und an mal eine Babymaus übrig bleibt, wie du ja bestimmt selbst weißt
 
Anonymous
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Verfasst am: 08.10.2002, 22:49

habe ich doch alles ausprobiert... die sind wählerisch... die insekten sterben in den terrarien an altersschwäche
 
Anonymous
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Verfasst am: 10.10.2002, 19:39

Quote:

... die insekten sterben in den terrarien an altersschwäche



tse, tse, tse..... das gäb's bei mir nicht ;-)

 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 24.12.2002, 00:49

Fortsetzung...... Posting war zu lang

Fazit:
Ich zögere Totfütterung so lange hinaus wie es nur geht.
Bei meinen Kornnattern und Köpys und Cheyneis werde ich wohl aufgrund der Eleganz und des guten Instinktes auf Totfütterung verzichten können.

Aber gerade die ungestümen Boas oder der Tiger, der oft zu gierig und unüberlegt ans "immer größer werdende Futter" geht, da ist eine Umstellung auf Totfütterung unausweichlich. Beide sind jetzt 180 cm groß, ich füttere zur Zeit noch eher mittlere (relativ gesehen) Ratten, dafür aber mehr. Wachsen die beiden Arten weiter (was sie wohl tun werden), ist eine Umstellung unausweichlich.

Ein solches Thema ist sehr heikel. Wie schon alle gesagt haben. Aber wenn man das diskutiert, sollte man sich zumindest am Ende selber fragen:
Werde ich meinen Schlangen UND meinen Futtertieren gerecht?

Die Entscheidung, die man fällt, sollte so ausfallen, das man ehrlich beides male JA sagen kann.
Viele Grüße!


Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 24.12.2002, 00:55, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 24.12.2002, 00:49

Ich weiss, das Thema ist superalt, und daher gehört es sich eigentlich verboten, noch zu antworten, doch mir juckt es in den Fingern:

Ich habe mir alles aufmerksam durch gelesen, und die Für und Widers sprechen auch für sich. Nur fehlen ein paar Gedanken in dieser Diskussion, und auch ein paar Fingerklopfer *g*

"Einfrieren" im Tiefkühlfach ist nicht schmerzlos und schnell.
Auch nicht für Pinkies oder Springer, egal ob Fell oder nicht.
Man hört sie halt nur nicht Sterben......

"Schlangentod" ist ebenfalls auch nicht schnell (im Gegensatz zu anderen Sterbearten) - meine Riesenschlangen brauchen für große Ratten gut eine Minute oder länger bis diese leblos sind, wobei die Futertiere schon ausgewachsene Meerschweine, Ratten und auch schon mal ein Kaninchen war(en).
Meine kleinen Cheyneis und Köpys sind da schneller und eleganter, aber die Futtertiere auch kleiner. Immer eine Art der Betrachtungsweise.

Parasitose durch Futtertiere? In den meisten Fällen sogar! Wodurch sonst, wenn nicht durch Neuzugänge?
Wie richtig erwähnt, sind viele Parasiten "wirtsspezifisch", also auf einen Wirt fixiert. Ein Zwischenwirt wir meist nur zur Weiterentwicklung der eigenen parasitären Zyste und zum 'Transport' zum eigentlichen Wirtstier benötigt. Oft sind aber die Futtertiere Zwischenwirte, wie Elfi erwähnte......Und oft, und gerade bei den gefährlichen Parariten, ist es dem Parasit egal, wen er belästigt (Blutpararsiten, einzellige Parasiten etc.), da er garnicht wirtsspezifisch ist.
Sich es sooo leicht zu machen ist ja fast leichtsinnig (sorry, soll nicht persönlich und anmassend rüberkommen).

Stickstoff: Habe ich das richtig verstanden, dass du die Tiere in flüssigen Stickstoff schmeissen willst? Schneller Tod, stimmt, aber die Beute ist danach auch unbrauchbar. Oder willst du das Gas zum Ersticken benutzen? Beute brauchbar, aber kein Erstickungstod ist schnell. Es sei denn, man ist sehr sehr geübt und wissend, das man ein solches Gasgemisch zusammen bekommt, das die Tiere friedlich einschlafen. Das Wissen, so frech bin ich jetzt mal, streite ich uns allen ab.
Übrigens, herzlichen Glückwunsch, wenn du mal eine undichte Stelle haben solltest

Jetzt zu Tötungsarten zu raten, ist etwas mehr als heikel, so eine Diskussion ist auf der Schlangenfgrube mal ausser Kontrolle geraten. 4 Threads wurden gelöscht.....inhaltlich war man nach 7 Seiten aber auch nicht schlauer.

Dabei war der Sinn garnicht mal so unübelst. Was man nämlich beachten sollte, und das scheint hier so ein wenig in den Hintergrund zu fallen: Was machen Besitzer von Tigerpythen, adulten Boas oder z.b. sehr "teuren" oder seltenen Schlangen (Angolas, Womas, Schwarzköpfe...)?
Gerade Besitzer der letzten Aufzählung finden eine Verletzung garnicht so egal. Ich im übrigen auch bei meinen Tieren nicht, auch wenn sie nicht so selten oder "teuer" sind.

Wie man eine normale Maus tötet, sollte Keinen vor ein Problem stellen (z.B. Nacken mit Spachtel fixieren und einen Ruck am Schwanz - Genickbruch = Soforttod).
Was aber mit einer 800 g. Ratte? Da geht das nicht?
Einem Kaninchen, das sehr scharfe Krallen hat und diese auch einsetzt, wenn es umwickelt wird?

Wie will man solche Tiere "fachgerecht" vorher töten?
Die Antwort bleibe ich schuldig!

Jetzt zu den Ansichtssachen:
Lebendfutter: ja, ich auch. Bis auf eine Ausnahme bei 15 Schlangen. Warum? Instinkt-Erhaltung? Natürlicher Kreislauf?
Die Gegebenheit, dass ich das Futtertier nicht töten muss? Natürlichkeit? Schauspiel?
Wahrscheinlich alles von einem ein wenig, wenn man ehrlich ist....
Aber nicht Muskeltraining (das machen die auch beim Klettern), ich sehe auch keinen Sinn darin, meine Schlange alle drei Wochen für eine Minute zu trainieren.

Oft wird von Nährwert-Vorteilen geredet, der sicherlich auch ein positiver Aspekt ist... wenn man selber züchtet und die Nahrung der Futtertiere selbst verabreichen kann. Bei Zoo-Mäusen denke ich, ist dieser Vorteil meist wieder dahin.

Frostfutter: ja, ich auch. (??? Häh????)
Gerade bei größeren Schlangen ist die Verbreichung von Frostfutter die einzige Alternative, seine Schlange gesund zu halten, wenn man Futtertiere verfüttert, die man eigentlich schon an eine Leine nehmen kann.
Da ist das Muß der zusätzlichen, kontrollierten Zugabe von Vitamin-Präperaten und die auch oft benötigte Gewöhnungsphase an Totfutter das kleinere Übel zu möglichen, üblen Verletzungen.

Schon mal gesehen, wie eine Ratte einer Schlange ins Maul beisst? Oder Auge? Bilder dazu gibt es genug (kingsnake.com)



Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 24.12.2002, 00:50, insgesamt einmal bearbeitet
 
Daniel G.
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Beiträge: 737


Verfasst am: 24.12.2002, 10:32

Hallo Lutenent,

zum Glück haben wir hier nicht verboten auf ältere Postings generell nicht antworten zu dürfen. Dein Beitrag erweitert die Diskussion doch um einige Interessante Punkte, die, man muss schon fast sagen, logischer Weise nicht angesprochen wurden. Außer Dir treiben sich hier zur Zeit wohl nur sehr wenige Riesenschlangenhalter rum, daher reicht unsere Denke bisher nur zu adulten Mäusen Wink.

Deine Fingerklopfer hast Du meiner Meinung nach gut verpackt, sodass sich wohl keiner wirklich schmerzlich getroffen fühlen kann.

Wo ich aber noch einmal nachhaken möchte ist der Bereich Parasitosen durch Futtertiere, gefrostet kontra lebend.

Wie stufst Du die Risiken bei den verschiedenen Futterangeboten für die Fressenden ein?
Da Du Dich ja ein wenig mit den Parasiten unserer Schützlinge auseinander gesetzt hast würde es mich interessieren, ob Du eventuell irgendwo mal einen Überblick bekommen hast, welche Parasiten bei Frostfutter nicht mehr übertragen werden können, weil tot durch Minusgrade.

Viele Grüße und allseits schöne Feiertage, dag Daniel

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Verfasst am: 26.12.2002, 13:51

Hallo Daniel,

mmh, danke für die Streicheleinheiten

Zu deiner Frage:
Beschäftigt man sich mit Parasiten, so lernt man deren physiologischen Strukturen, deren Entwicklungsstadien, deren Auswirkungen und deren medikamentöse Behandlungen kennen.

Zu den Therapien gehört weniger die Methode, die Schlange bei minus 18°C einzufrieren (kleiner makaberer Scherz), daher sind die Informationen dazu in Literatur und Net spärlich.

Ich muss daher das Pferd von hinten aufzäumen.
Es gibt Parasiten, deren Vorstadien (also nicht das Endstadium) befähigt sind, mehrere Jahre in der freien Natur zu überleben. In der freien Natur bedeutet für mich, ggfs. auch normalerweise umgebungsfeindliche Gegebenheiten zu überstehen.

Beispiel:
Die Eier der Capillaria / Haarwürmer können über Jahre hinweg hochgradig infektiös bleiben.

Die meisten Parasiten bevorzugen aber wärmere Gefilde, und für deren Weiterentwicklung zum parasitären Endstadium sind Mindesttemperaturen (von 17°C bis 23°C) Mindestvorraussetzung. Ich kenne kein Parasit, der nicht höhere Temperaturen wärmere Temperaturen benötigt.

Logisch denkend bedeutet dieses also, dass eine Frostbehandlung des "Futters" eine weitaus geringere parasitöse Belastung mit sich bringt als Lebendfutter.

In der Hinsicht dürfte also Frostfutter gesünder sein, wenn sich das gute Stück beim "Auftauen" nicht gerade was einfängt.
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 16.06.2003, 09:41

Quote:

Quote:

- aber die würde schön dumm kucken wenn man sie ihr nach dem Würgen wieder wegnimmt












Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 16.06.2003, 09:42, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 16.06.2003, 11:49

als erstes mal zur lebend/tod fütterung

ich hab meine am anfang mit toten babymäusen gefüttert, das ging dann auch (anfangs allerdings nur nachdem schädel aufschneid trick), mittnerweile fressen sie lebendfutter und das auch begeistert.

da ich das problem mit dem saisonbedingten angebot an babymäusen kenne, hab ich mir immer ein paar frostmäuse im tiefkühlfach auf reserve gelegt. wenn ich in einer woche mal keiner "frischen" baby's bekommen hab, dann mussten die schlangen mit frostfutter vorlieb nehmen...
also: primär lebendfutter und wenn's das mal nicht gibt, dann frostfutter
wenn es zur regelmässigen frostfütterung kommt, musst du natürlich auch wieder die zusatzvitaminisierung beachten, aber das wurde ja schon erwähnt

sollte nur so ein kleiner hinweis sein

zum thema töten:

bei babymäusen ist das einfrieren imo kein problem, nicht unnatürlich.
bedenkt den fall, das die mutter maus einer mäusefamilie in freier wildbahn stirbt (von der katze gefressen, was weis ich), die jungen werden nicht verdursten oder ertrinken, sondern einfach erfrieren.
und die ganze diskusion um humanitäre tötung ist schon in der bezeichnung ein widerspruch...

ergo: die schlange muss fressen, du hast die verantwortung für sie übernommen, indem du ihr das natürliche leben verweigerst. aber auch in der natur würde sie töten und ich glaube zu tode gequetscht zu werden ist nicht so der tolle tod. zumindest bei mir sehen die mäuse ziemlich ramponiert aus, bevor sie gefressen werden (man sieht die stellen, an denen sich die schlange drumgewickelt hat als ziemliche dellen. ausserdem muss man sich nurmal die augen und afteröffnung der maus während des erwürgen anschauen, das kann kein toller tod sein!)

falls es dich beruhigt: mit ca einem jahr fressen kornie's adulte mäuse und die gibt's ganzjährig in der zoohandlung...

eine bitte:
es soll sich keiner kritisiert fühlen durch den thread, er repräsentiert nur meine meinung. wenn ihr anderer seit, ist da euer gutes recht Wink
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 16.06.2003, 11:58

Quote:

[...] aber auch in der natur würde sie töten und ich glaube zu tode gequetscht zu werden ist nicht so der tolle tod. zumindest bei mir sehen die mäuse ziemlich ramponiert aus, bevor sie gefressen werden (man sieht die stellen, an denen sich die schlange drumgewickelt hat als ziemliche dellen. ausserdem muss man sich nurmal die augen und afteröffnung der maus während des erwürgen anschauen, das kann kein toller tod sein!)
[...]



Aber es geht schnell und treffsicher! Und die Maus ahnt nix, bis sie geschnappt wurde! Das sehe ich als großen Vorteil gegenüber einer Tötung durch den Menschen, der doch einen gewissen Geruch von sich gibt - im Gegensatz zu den Schlangen

Gruß
Jochen

 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 19.06.2003, 20:04

Ich denke gerade über die Tötung mit CO2 nach. Das soll schmerzlos sein, da die Tiere durch den Sauerstoffmangel quasi ohnmächtig werden und dann sterben, oder man hilft mit gröberen Methoden nach, wenn sie "eingepennt" sind.

 
Justus J.
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Fortgeschrittener

Anmeldedatum: 01.03.2003
Beiträge: 89


Verfasst am: 19.06.2003, 21:38

hallo,
also ich muß zwar kein lebendfutter füttern,
aber ich denke einen natürlicheren tod als durch die schlange selbst kann es kaum geben.
aber meine freundin hätte z.B. schon ein problem grillen zuverfüttern.
war nur so ein gedanke
justus

 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 20.06.2003, 06:55

Hi Woodworm,

ein CO2 Tod ist sicherlich einer der angenehmeren Todesarten, aber den Aufwand für eine Maus betreiben? Das ist zwar auch ein Erstickungstod, aber dadurch, daß man atmet und den CO2-gehalt auch meist nicht feststellt, sicherlich nicht so schlimm wie z.B. beim Ertrinken, sollte aber doch zumindest irgendwie auffallen.

So, jetzt springe ich nochmal ein wenig im Thema:
Ich beschäftige mich ja gerade etwas tiefergehender mit Biologie, insbesondere Genetik und Evolution. Wenn man sich hier die Evolutionskriterien betrachtet, z.B. Mendel, dann stellt man fest, daß in den Kriterien eine Aussage steckt, die besagt, daß eine Art mehr Nachkommen erzeugt, als geschlechtsreif werden und daß sich eine Art ohne natürliche Feinde i.d.R. anhand eines e-Funktion-Kurvenverlaufs vermehren würde. Aus dieser These heraus kommt dann auch die Folgerung mit dem Überlebenskampf (Survival of the fittest).
Wenn man sich also die natürliche Selektion anschaut und sich fragt, woher kommt die denn, dann wird ganz schnell die Antwort klar: die gute alte Futter-Kette! Fressen und gefressen werden!

Wenn man jetzt noch eine Hypothese aufstellt, in der man sagt, je mehr Nachkommen pro Reproduktion geboren werden, je schneller die Zeitigung und die Reifung des Nachwuches ist, um so stärker sind diese Arten als Futtertiere / Futterpflanzen entstanden.
Dazu einige Beispiele: Mensch, 9 Monate Zeitigung, etwa 12-14 Jahre Reife, Elefant, über ein Jahr Zeitigung, über 10 Jahre Reifung,
Mäuse, 5-20 Nachkommen, 3 Wochen Zeitigung, 5-6 Wochen Reife
Heimchen, ~300 Nachkommen, 3 Wochen Zeitigung, 3-6 wochen Reife (?)
Drosophile, viele Nachkommen, 2 Wochen Zeitigung, 2 Wochen Reife.

Aus evolutionärer Sicht kann man sicherlich aus dieser Hypothese folgern, daß einige Aren explizit als Futtertiere entstanden sind und somit in ihrem Leben, wenn sie sich nicht Reproduzieren, nur einem einzigen Zweck dienen, nämlich der Ernährung größerer Jäger. Zudem ist es nicht unbekannt, daß in freier Natur kaum eine Maus eines natürlichen Todes stirbt.

Somit erachte ich den Tod durch die Schlange als natürlich und als bestimmten Lebensweg einer Maus und somit als "für die Maus angebracht / angenehm". Human läßt sich hier ja nicht verwenden, das ist ein auf den Menschen passendes Wort und bekundet einen gewissen "übernatürlichen" Status. IMHO ist es falsch, mit einer menschlichen Sichtweise an dieses Thema heranzugehen.
Der Mensch hat sich im Laufe der Zeit (Technologiezeitalter) an das Ende der Nahrungskette gesetzt, sich also aus dem Kreislauf herausgelöst, und greift durch seinen Wissensstand und seine Überlegenheit in den natürlichen Kreislauf ein, verändert ihn somit nachhaltig. Noch dazu neigt der Mensch, Tiere, insbesondere wenn sie den Status eines Haustieres erreicht haben (was qualifiziert ein Haustier?), zu personifizieren und somit auf diesen Tiere einen menschlichen Status aufzudrücken.
Beispiel aus einem normalen Haushalt: eine Familie hat Wellensittiche, eine Katze reißt einen, böse katze, darf keine Haustiere fressen, reißt sie jedoch einen Spatz, kräht kein Hahn danach, Katze ist Jäger, Spatz ist passendes Beutetier. Ich sehe aber keinen Unterschied zwischen Spatz und Wellensittich! Nur eben den, daß die Familie den Wellensittich seiner Freiheit beraubt hat und ihm nun ihren eigenen Lebensstil aufzwängt.

So, ich mache an dieser Stelle jetzt mal Schluß. Ich hoffe, damit zum Nachdenken angeregt zu haben. Ist sicherlich eine sehr trockene Sichtweise, die garantiert nicht jeder teilen wird und mich daher gerne flamen würde, aber das ist eben mal die Situation aus evolutionärer, biologischer Sicht beleuchtet und soll verdeutlichen, daß wir unsere Haustiere einsperren, ihnen unser Leben aufzwängen, sie vermenschlichen und verherrlichen und somit keine natürlichen Verhältnisse mehr zur Verfügung stellen.

Gruß
Jochen
 
Anonymous
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Verfasst am: 22.06.2003, 15:21

@Jochen
der war gut

Es ist zweifellos so, dass sich manche Tiere stark vermehren, um ihre Art zu erhalten, da sie viele Freßfeinde haben. Die Folgerung, sie seien "Futtertiere" hat imo allerdings etwas perverses. Das wertet diese Tiere irgendwie ab, finde ich.
Kühe, Schweine,Hühner, Kaninchen sind auch keine Futtertiere, obwohl wir Massen von denen futtern
Es stellt sich auch nicht die Frage, ob es richtig ist, daß Schlangen Mäuse fressen, oder Menschen Mäuse für die Schlangen töten. Schlangen fressen Mäuse, Katzen fressen Mäuse und auch mal nen Vogel, und damit Bagdad.
Ich meine nur, wenn man tötet, dann sollte man es schnell und möglichst schmerzfrei tun. Ich kann das mit Sicherheit schneller als meine Schlangen, trotzdem lasse ich sie das selber machen, weil es verhaltens-gerecht ist. Ich setze die Prioritäten halt pro-Schlange. Aber wenn ich Mäuse oder Ratten einfriere, dann muß ich sie vorher töten, und das sind dann auch meist mehr als 5-10. Drum die Idee mit dem Kohlendioxid.
Beste Grüße, woodworm.
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 22.06.2003, 16:38

Hi Woodworm,

na, für eine ganze Menge an Mäusen bietet sich die CO2-Methode sicherlich an. Für eine oder zwei Mäuse fände ich es, wie gesagt, nicht ganz angemessen, diesen Aufwand zu betreiben.

Ob diese Auflistung etwas perverses an sich hat oder nicht, die Natur ist in einigen Punkten manchmal äußerst pervers - oder vielmehr der Mensch, der ein festes Moralschema hat und davon keinen Millimeter abweicht. Nein, neben meiner gibt es keine andere Meinung

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 10:54

ich finde,einfrieren hört sich plausibel an.
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 12:11

Also Leute ich habe mir das mal durch gelesen und wollte mich auch mal dazu äußern ich finde es ist egal ob sie Leben oder schion Tod sind das ist der Lauf der Natur draußen in der Wildnis fragen sich die Tiere bestimmt auch nicht hmmm soll ich es langsam töten oder schnell. Und da können wir auch nicht helfen ob wir es ihnen schonender machen zu sterben. Klingt zwar alles jetzt schlecht aber so ist es meiner Meinung nach.
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 12:15

aber in der natur haben die tiere eine chance.im terrarium eher weniger bis gar nicht.die chance,daß die tiere in der natur erfrieren,weil das muttertier von dannen gegangen ist,erscheint da größer.aber so hat jedereine andere auffassung darüber
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 12:29

Das stimmt schon aber sterben werden alle mal und der eine halt sanfter und der andere unsanfter da kann man halt leider nicht viel machen
 
Anonymous
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Verfasst am: 25.06.2003, 12:41

ist auch richtig,aber wenn ich dir jetzt vom anblick einer ratte erzähle würde,die sich gerade im würgegriff einer boa befindet, dann könnte es sein,daß du ganz plötzlich eher für "pre-killed" plädierst.bei heimchen für bartagamen,ist es natürlich nicht ganz so ähm,öhm,"schlimm"
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 12:43

Ja das weiss ich das es kein schöner Anblick ist aber ich meinte auch nur wenn es draußen passiert können wir auch nichts machen das ist der Lauf der Natur
 
Anonymous
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Verfasst am: 25.06.2003, 16:02

Hehe, veratet doch noch nicht alles...ich will noch nicht wissen, was bei der fütterung auf mich zu kommt *g*
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.06.2003, 17:02

Moinsen!

Allerdings ist und kann eine Terrarienhaltung nicht der Natur gleich kommen. Es handelt sich schließlich um einen künstlich geschaffenen Lebensraum! Am dichtesten kann da eventuell noch ein Freilandterrarium kommen.

Letztendlich muss doch jeder selbst entscheiden, ob er tot oder lebendig verfüttert. Das Resultat ist aber in der Regel das selbe: Das Futtertier ist tot und unser Pflegling ist satt!


Gruss THOR
 
Anonymous
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Verfasst am: 25.06.2003, 22:47

ne ne immer diese Ansichtssache
 
Gib_one
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Verfasst am: 06.09.2003, 17:05

mal wieder das alte Thema anreißen^^.
Was ist denn mit Äther?
Bissl davon auf ein taschentuch und die maüse mit dem Taschentuch in eine kleine Luftdichte Box.Ruckzug ist die maus eingeschlafen und dann schnell ab ins Tiefkühlfach.
Eh die maus etwas merkt oder aufwacht ist sie erfroren.
geht aber imo nur bei jungen mäusen mit der äther , frost variante.
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 06.09.2003, 20:36

@woodworm:

jochen bezog sch auf die repruduktionsrate, nicht auf die anzahl der existenten tiere...

eine kuh zb. kalbt einmal im jahr max zwillinge: sie hat also eher wenig natürliche feinde, ein schweine ist schon eher "opfe" mit seinen recht grosen wurf, ein karnickel ist in freier wildbahn schon wieder letztes glied in der nahrungskette..

jochen's argumentation war alco in sich richtig und logisch

*g*

@ gib_one
hinterlässt äther nicht spuren im blut? da gabs doch mal ein paar mordfälle, die so aufgeklärt wurden...
also gifte jeglicher art würde ich NIE nutzen, dann eher co2, das führt zur erstickung, aber nicht zur vergiftung der maus etc...

so long stone
 
Gib_one
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Verfasst am: 06.09.2003, 20:54

ich glaub das verflüchtigt sich,weiß das aber net genau.
ich wüßte eh net wo ich äther herkriegen soll.
wär mir auch zu gefährlich sowas im haus zu ham.
aber äther is doch kein gift sondern ein betäubingsmittel,wurde doch früher auch in der medizin angewendet.(zum beteuben)


Zuletzt bearbeitet von Gib_one am 06.09.2003, 20:56, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
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Verfasst am: 06.09.2003, 23:33

Ja, es wurde aber festgestellt das Äther auf dauer Gesundheitsschädigend ist und wurde deshalb in der Medizin nicht mehr verwendet !

Also die Mäuse die ich bisher getötet hab hab ich einfach mit einem Schuh erschlagen ! Und ich find es wesentlich besser als die Lebende Maus in die Tiefkühltruhe zu stecken !
 
Gib_one
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Verfasst am: 07.09.2003, 19:00

kann man die tiere dann überhaupt noch verfüttern?Bezieht sich das auf junge oder auch adulte Tiere?
 
Anonymous
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Verfasst am: 07.09.2003, 20:56

Du meinst nach dem ich sie erschlagen habe ?
Also ich hab es mit jungen Mäusen und mit Springern gemacht und sie wurden immernoch angenommen !
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 10.09.2003, 22:54

Also Leute,

ich wäre mit der öffentlichen Diskussion über Töltungsarten vorsichtig.
Ihr wisst hoffentlich, dass es untersagt ist, Wirbeltiere zu töten, es sei denn, man ist dazu ausgebildet?!

Hier Möglichkeiten für Nager-um-die-Ecke-bringen zu diskutieren grenzt schlichtweg an Eigenanzeige....

Nur so meine 23 Euro.......
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 10.09.2003, 23:32

Tja, nur ist es besser ein kleinen Pinkie zu töten, versuchen in bis zur nächsten fütterung am leben zu erhalten (was ohne Muttertier schwer machbar ist) oder sollte es vieleicht in die Natur ausgesetzt werden ?
Ich denke alle Varianten enden mit dem Tod, die eine auf die schnellere und die andere auf die langsamere Art !
Also frag ich mich was für mich Persönlich am vertretbarensten ist !
Oder was meint ihr ?
_________________


 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 12.09.2003, 08:40


Hallo zusammen,

ich bin ebenfalls der Meinung, dass man dieses Thema besser etwas flacher halten sollte.
Als Schlangen-/Reptilienhalter stehen wir eh schon im Brennpunkt bei bestimmten Organisationen. Ich sage nur "Pro Wildlife". Die, die davon schon gehört haben, wissen worauf ich anspiele. Die, die keine Ahnung davon haben, sollten so langsam anfangen, sich in diese Richtung kundig zu machen. Es werden immer mehr Beweise auf dem Silbertablett geliefert. Leider oftmals unbewusst. Warum denkt ihr, halten sich "erfahrenere" Halter aus diesen Diskussionen heraus? Weil sie wissen, um was es geht und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen wollen. Wenn man unbedingt solche Themen bereden muss, dann würde ich das auf Telefonate und den Chatt verlagern. Nur meine Meinung, aber ich kann an der Masse eh nichts ändern. Sehe allerdings mit Grausen den Dingen entgegen, die da irgendwann auf uns zukommen werden.

Liebe Grüße Niccie


Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 12.09.2003, 08:41, insgesamt einmal bearbeitet
 
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Tags: töten, futtertiere, mäuse, schlangen, schmerzlos

 
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