ich hab seit gestern Abend von einem Bekannten eine kleine Kornnatter die zwar frisst, aber seit 5 - 6 Wochen so gut wie jede Maus wieder auswürgt - dementsprechend ist die Kleine auch sehr abgemagert. Ein weiterer mir bekannter Züchter hat vom selben Verkäufer (in Hamm) eine Kornnatter erworben die zwar immer gefressen hat, aber Stück für Stück abgenommen hat und schließlich verstorben ist. Er hat die Schlange auch zur Untersuchung gegeben, hat aber noch keinen Befund.
Ich weiß, die Ursachen dafür können vielfältig sein, aber ich hab erst am Montag die Möglichkeit einen Tierarzt aufzusuchen. Hat vielleicht von euch jemand einen Verdacht oder eine Idee worum es sich hier handeln könnte?
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Daniel G. « Moderator »
Anmeldedatum: 20.09.2002 Beiträge: 737
Verfasst am: 28.12.2002, 15:31
Hallo Elfi,
mir fällt zu diesem Thema nichts wirklich Hilfreiches ein. Zu der Findung eines Grundes werde ich auch nicht viel beisteuern können. Was aber mittlerweile sein könnte, ist Folgendes:
Durch das ständige Auswürgen, kann das Tier zum einen dehydriert sein, zum anderen aber einfach auch schon zu schwach zum selbständigen Verdauen solch großer Futterbrocken.
Bei Strumpfbandnattern kann man da meist nur noch durch kurzfristige und kurzzeitige Fütterung per Schlundsonde mit einem selbstgemischten Futterbrei helfen. Ich habe hierzu ein Aufbaupräparat vom TA bezogen, welches eigentlich für Hunde und Katzen bestimmt ist. Dieses Präparat ist leicht verdaulich und soll dazu führen, dass das Tier wieder zu Kräften kommt und wieder dazu in der Lage ist selbständig Nahrung aufzunehmen. Es wird in Abständen von zwei Tagen verabreicht und dies über vier bis fünf Sitzungen.
Vielleicht helfen Dir meine Angaben einen Ansatz für eine hoffentlich erfolgreiche Behandlung Deines Tieres zu finden und diesem zu einer gewissen Kondition zu verhelfen, die eine weitergehende Behandlung unter einen besseren Stern stellt!
Viele Grüße, dag Daniel
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Anonymous Gast
Verfasst am: 28.12.2002, 16:14
Hallo Daniel,
erstmal lieben Dank für deine Antwort.
Nachdem der Vorbesitzer gestern die Vermutung geäußert hat, die Schlange wäre seit einiger Zeit bereits in der Häutung hab ich das Tier heute mal gebadet. Danach hat es auch ausgiebig Wasser zu sich genommen. Die letzte Häutung war vor etwa 4 - 5 Wochen, die Auswürgerei hatte also vor dieser begonnen. Schon möglich, dass das Tier einfach dehydriert und mittlerweile definitiv auch sehr schwach ist.
Ich werde auf jeden Fall am Montag deinen Vorschlag beim TA zur Sprache bringen, ich glaube kaum dass das Tier mit "normalem" Futter noch zurecht kommt.
Gruß
Elfi
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.12.2002, 11:22
Moinsen!
Sag mal Elfi hat bei euch der TA denn keinen Notdienst? Also mein "herkömmlicher" TA (für meinen Kater) ist auch am WE zu erreichen. Der ist dann zwar nicht begeistert, aber wenn es sich um einen Notfall handelt!?!
In Sachen dehydrierung stimme ich Daniel auf jeden Fall zu! Ih denke auch, dass eine Ernährung mittels Sonde und Nährlösung zum Erfolg führen kann (nen Menschen würde man ja auch an den Tropf hängen).
Viel Glück, THOR
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.12.2002, 12:23
Hallo Thor,
nun ja, also meine "normale" Tierärztin ist nicht so wahnsinnig erfahren mit Reptilien. Wir haben hier aber eine andere Praxis, in der eine Ärztin praktiziert die Montags von 17 - 19 Uhr Reptiliensprechstunde hat. Ich denke schon, dass ich die auch im Notfall rausläuten könnte - bisher hatte ich mit meinen Tierchen noch keinen TA nötig. Andererseits denke ich mir aber auch, dass es in Anbetracht von 5 Wochen nicht wirklich nötig ist sie am WE zu stören. Die Schlange macht jetzt nicht den Eindruck als würde sie morgen tot im Terri liegen, sie ist halt abgemagert und nicht mehr besonders kräftig. Wenn sie jetzt die 2 Tage nicht mehr packen würde wäre das Ganze ohnehin zwecklos...
Was die Ernährung mittels Sonde betrifft denke ich schon auch, dass das sinnvoll ist. Ich denke da erstmal an Ringerlösung oder sowas, da die Kleine vermutlich in der Häutung ist und irgendwie nicht vorwärtskommt. Ein "Futterbrei" wäre im Moment glaube ich eher ungünstig...
Gruß
Elfi
Anonymous Gast
Verfasst am: 30.12.2002, 15:23
Hi Ihrs,
komme gerade vom TA zurück. Die Kleine wird nun täglich mit Baytril (5 Tage lang), Bioserin und einer Vollelektrolytlösung angereichert mit B-Komplex behandelt. Anfang nächster Woche ist ein Fütterungsversuch mit einer Miniportion Maus geplant, bis dahin sollte der Flüssigkeitshaushalt wiederhergestellt und der Verdauungstrakt wieder i. O. sein (hoffentlich). Sobald mir die Kleine eine Kotprobe hinterlässt (sofern sie die Mäuse dann behält), wird diese natürlich umfassend untersucht.
Mal sehen, ich hoffe dass das wie geplant funktioniert und der kleine Wurm wieder auf die Beine kommt!
Gruß
Elfi
Anonymous Gast
Verfasst am: 30.12.2002, 15:42
Moinsen!
Mal ne Frage:
Wenn die Kleine nicht abkotet, sondern wieder auswürgt, hätte es dann evtl sinn, das Ausgewürgte auf Bakterien, Parasiten o.ä. zu untersuchen? Es klommt ja schließlich auch aus dem Magen und nen Versuch wärs ja evtl Wert? Oder ist eine derartige Untersuchung nutzlos?
War nur ne Idee,
Gruss THOR
Anonymous Gast
Verfasst am: 30.12.2002, 16:20
Hallo Thor,
interessante Frage... Aber besiedeln viele Parasiten nicht erst den Darm und sind im Magen noch gar nicht vorhanden? Aber das möchte ich der Schlange auch gar nicht unbedingt zumuten... Sie ist ja eh schon ziemlich danieder, die Auswürgerei zehrt an ihr und der Verdauungstrakt wird wieder gereizt.
Aber das wäre auf jeden Fall eine Frage wert sollte die Behandlung nicht anschlagen und sie weiterhin auswürgen. Denke mal dass es auch so gemeint war ...
Gruß
Elfi
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 30.12.2002, 16:23, insgesamt einmal bearbeitet
Anonymous Gast
Verfasst am: 31.12.2002, 13:44
Moinsen!
Kann schon sein, dass die Parasiten erst im Darm ihr unwesen treiben (was meint denn Daniel unser Parasitologe dazu?)! Aber Bakterien dürften auch schon im Magen vorhanden sein!
Ich wünsch Euch alles gute, bis nächstes Jahr
THOR
Anonymous Gast
Verfasst am: 03.01.2003, 10:57
Hallo nochmal,
die Kleine ist leider heute Morgen verstorben. Das Verabreichen der Medikamente hat ihr die letzten Kräfte geraubt, war leider zu spät
Gruß
Elfi
Anonymous Gast
Verfasst am: 03.01.2003, 11:45
Moinsen!
Tut mir leid!
Willst Du einen Befund machen lassen, um die genaue Ursache zu klären?
Gruss THOR
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Anonymous Gast
Verfasst am: 03.01.2003, 12:03
Hallo Thor,
da bin ich mir noch nicht ganz schlüssig. Der Vorbesitzer hatte das Tier seit September, seine anderen Schlangen sind alle gesund. Obwohl er das Tier unvorsichtiger Weise nicht in Quarantäne hatte... Ich hab ihn jetzt per Mail nochmal gefragt ob bei seinen Tieren noch was aufgetreten ist. Wenn ja lasse ich sie untersuchen, wenn nicht dann lasse ich das wahrscheinlich.
Ich vermute das war schlicht und ergreifend die Folge wöchentlicher Fütterung, obwohl die Kleine ständig ihre Maus wieder ausgewürgt hat.