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Anonymous
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Kannibalismus
Verfasst am: 24.09.2002, 17:22

Hi Leute,

ich höre immer wieder, dass einige Kornnattern-Züchter ihre Schlüpflinge vergesellschaften, auch wenn sie noch nicht futterfest sind. Deshalb wollte ich hier mal recht anschaulich zeigen, dass das recht gefährlich werden kann! Darüber bin ich heute bei kingsnake.com gestolpert, einem amerikanischen Kornnattern-Forum:

http://forum.kingsnake.com/corn/messages/55089.html
 
Daniel G.
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Anmeldedatum: 20.09.2002
Beiträge: 737


Verfasst am: 24.09.2002, 21:27

Hi Elfi,

irgendwie finde ich es recht interessant, dass solche Dinge meist nur in amerikanischen Foren zur Sprache kommen oder hast Du soetwas schonmal in einem deutschen Forum gesehen?
(siehe auch die einäugige Kornnatter)

Woran kann das liegen?

Sind die Amerikaner in dieser Hinsicht einfach hemmungsloser oder die deutschen eher zu reserviert?

Viele Grüße, dag Daniel

webmaster von <a target="_blank" href="http://www.gartersnake.de"><b> http://www.gartersnake.de</b>
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Anonymous
Gast





Verfasst am: 24.09.2002, 22:08

Hi Daniel,

ich weiß es nicht wirklich, aber es mag vielleicht daran liegen, dass dort (und speziell in diesem Forum) einige größere Züchter unterwegs sind, die hunderte von Tieren halten und verpaaren und bei denen sowas dann zwangsläufig öfter vorkommt. Vielleicht ist es aber auch tatsächlich so, dass man sich hier eher darüber ausschweigt (ist ja schlecht für den Ruf), sowas kommt hier aber auch sicherlich seltener vor als in den Staaten. Also ich weiß zumindest hier in Deutschland keinen Korni-Züchter, der etwa 1000 Zuchttiere hält.

Achso, nochwas: Kannst du dir vorstellen, was in einem deutschen Forum abgeht, wenn du von einem einäugigen Schlüpfling berichtest? Ich sehe die Antworten schon vor meinem geistigen Auge



Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 24.09.2002, 22:18, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 24.09.2002, 23:53

Hi,
tja, Deutschland und USA unterscheiden sich da in einigen Sachen grundlegend. Ich will allerdings nicht sagen, daß der deutsche Durchschnittsbürger verantwortungsbewußter ist - meist denke ich eher das Gegenteil :-(

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 08:57

Hi nochmal,

wenn man sich den Thread unter folgendem Link durchliest, dann beschreibt das m. E. recht deutlich, dass man hier mit sowas weniger Erfahrungen macht - ich denke weil man eben nicht diese Anzahl an Tieren hat:

http://www.schlangengrube.de/modules.php?op=modload&name=XForum&file=viewthread&tid=3772
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 11:17

Hi Elfi,

ich will's mal vorsichtig formulieren....
ich denke einfach, daß die Rahmenbedingungen der Haltung in Deutschland auch ganz andere sind.
Zum einen werden nicht so viele Tiere auf einmal gehalten, zum anderen unter meist besseren Bedingungen (ich will keine Ausnahmen o.ä. ansprechen). Schau Dir alleine die Rack's an, in denen die Amis dir Corns halten... und sobald ein paar mehr Corns zusammen sind, scheint "jeder" Ami auf die Racks auszuweichen, während in Deutschland ein hübsch eingerichtetes Terri mit Kletter- und Versteckmöglichkeit eher die Regel ist.

Wenn ich mir aber manch einen Beitrag von dem von Dir gegebenen Link anschaue, frage ich mich schon, ob die Jungs da so wirklich gut auf ihre Tiere aufpassen... ich käme nie auf die Idee, zwei oder mehrere Tiere in einem Becken zu füttern.... da kann also der Verbeiß-Kannibalismus schon gar nicht erst auftreten......

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 11:30

Hi Jochen,

Quote:


ich will's mal vorsichtig formulieren....
ich denke einfach, daß die Rahmenbedingungen der Haltung in Deutschland auch ganz andere sind.
Zum einen werden nicht so viele Tiere auf einmal gehalten, zum anderen unter meist besseren Bedingungen (ich will keine Ausnahmen o.ä. ansprechen). Schau Dir alleine die Rack's an, in denen die Amis dir Corns halten... und sobald ein paar mehr Corns zusammen sind, scheint "jeder" Ami auf die Racks auszuweichen, während in Deutschland ein hübsch eingerichtetes Terri mit Kletter- und Versteckmöglichkeit eher die Regel ist.



Na sicher, der deutsche Kornnattern-Halter hat eine Wohnung voll mit Korni-Terris um vielleicht annähernd die Anzahl an Tieren unterzubringen, was der Ami im Wandregal hat - alleine dadurch stößt man hier schon viel eher an seine Grenzen und macht entsprechend nicht die Erfahrungen die ein amerikanischer Züchter macht.

Quote:

Wenn ich mir aber manch einen Beitrag von dem von Dir gegebenen Link anschaue, frage ich mich schon, ob die Jungs da so wirklich gut auf ihre Tiere aufpassen... ich käme nie auf die Idee, zwei oder mehrere Tiere in einem Becken zu füttern.... da kann also der Verbeiß-Kannibalismus schon gar nicht erst auftreten......



Sicher, aber das ist ja wieder ein anderes Thema. Zudem würde ich durch Fahrlässigkeit verursachte "Verbeiß-Unfälle" nicht wirklich unter Kannibalismus einordnen...
BTW, nachdem man nun schon öfter von Kannisbalismus unter Nichtfressern gehört hat, würde ich auch nicht auf die Idee kommen sie zu vergesellschaften...

 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 12:11

Hi Elfi,

tja.... ich kann's auch nicht so ganz nachvollziehen...

Ich habe jetzt gerade meine einjährigen Mädels zusammengesetzt, bei bei 70-80cm ist man auf der sicheren Seite. Aber kleine..Confused!?!?
Und wieoft hört man Fragen, ob man ein Baby mit einer großen oder anderen Babys zusammensetzen kann...
Steht dazu denn in den Büchern nix drinne oder lesen die alle falsche oder gar keine Bücher.. ich kann mich immer nur drüber wundern.

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 12:39

Hi Jochen,

also ich muss sagen, futterfest Jungtiere gleicher Größe vergesellschafte ich auch und hatte bisher noch nie Probs damit. Weder was Kannibalismus betrifft, noch was die Entwicklung betrifft. Es mag vielleicht sein, dass sich einzeln gehaltene Jungtiere schneller entwickeln - aber das dürfte für einen Züchter vorrangig sein, der seine Jungtiere so schnell wie möglich adult haben will. Abgesehen davon sind auch meine gemeinsam aufgezogenen Jungtiere im 2. Frühjahr adult...
Aber hier geht's um fahrlässiges "fressen lassen", und das kapier ich nicht...
 
Daniel G.
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Beiträge: 737


Verfasst am: 25.09.2002, 12:46

Hi,

hierzu kann ich auch aus der Thamnophisszene die gleichen Beobachtungen beisteueren. Die Frage nach den verschiedene Körpergrößen wird kaum gestellt und gehört bei mir in fast jede Antwort, die ich einem Einsteiger gebe.

Viele haben sich ein adultes Tier aus dem Zooladen geholt und wollen dann unbedingt noch ein zweites Tier haben. Ob das dann genauo groß ist, wird meist nicht in Betracht gezogen. Was soll da schon schief gehen!

Bei thamnophen gibt es nur einige wenige bekannte Fälle von aktivem Kannibalismus. Dieser kommt bisher ausschließlich bei den Arten vor, die in ihrem natürlichen Beutespektrum Reptilien haben.

Erst kürzlich hat mir ein befreundeter Halter erzählt, dass ein adultes Weibchen eines seiner adulten Männchen spontan gefressen hat! Ich weiß leider nicht mehr genau welcher Art/Unterart diese Tiere angehörten. Entweder thamnophis sirtalis concinuus oder thamnophis elegans vagrans.

Viele Grüße, dag Daniel

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Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 13:32

Hi Ihr beiden,

jo Daniel, Du bringst es genau auf den Punkt >>reptilienfressende Arten<<
Und das ist genau das, was Kornnattern sind - als Babys. Echsen und Frösche (ok, sind eher Amphibien, macht aber wohl kaum einen Unterschied in diesem Punkt) und eben kleine auch mal kleine Vögel.
Schließlich bekommt man viele Nichtfresser gerade dann ans Futter (allg. betrachtet), wenn man ihnen kleine Echsen gibt oder die Mäuse mit Echsen (Blut, Hirn...) aromatisiert. Daher sollte wirklich klar sein, daß man gerade die kleinen nicht vergesellschafften sollte!

Was die Körpergröße angeht.... hm, nunja, sobal Du mal ein Tier hast, daß 70cm erreicht hat, kannst Du das auch problemlos mit einer soppelt so großen, ausgewachsenen Kornnatter zusammensetzen. Ich würde das zwar nicht empfehlen, da der Streß für das kleine Tier zu groß sein könnte, aber Unfälle passieren dann nicht mehr.

Was das Zusammensetzen von kleinen Corns angeht, nun, wenn sie mal ne Zeit lang sicher fressen, mag das sicherlich kein Problem sein, sie bis in den zweiten Frühjahr adult werden zu lassen, aber die Wahrscheinlichkeit, daß dabei ein Tier hinten runterfällt, ist mir zu groß. Daher lieber erst zusammensetzen, wenn sie fast adult sind, dann ist man auf der sicheren Seite. man hat doch immer mal ein Tier dabei, was recht schnell gestreßt ist und die ein oder andere Mahlzeit ausläßt - und dann wird's eng... Dank Murphey's Law sind es nämlich immer genau die Tiere, die man am dringendsten für ein angestrebtes Projekt braucht ;-)

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 13:39

Ja gut Jochen, ich setze ja auch keine 10 zusammen, sondern vielleicht 2 oder 3. Und wenn ich dann merke, dass ein Tier dadurch zu gestresst ist und hintendran bleibt, u. U. Fütterungen auslässt, dann wird es natürlich separiert!
 
Daniel G.
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Beiträge: 737


Verfasst am: 25.09.2002, 13:49

Hallo Ihr Beiden,

bei meinen Thamnophen wäre ich auch ein wenig überfodert, wenn ich alle Jungtiere einzeln halten wollte. Ich halte es so, wie Elfi. Meine Kleinen halte ich in dreier bis fünfer-Gruppen und die "Schwächeren" werden separat gesetzt.
Etwas anstrengend sind hierbei allerdings die Fütterung: Man muss immer ein Auge auf die Kleinen haben, da es sonst doch recht schnell zu Unfällen kommen kann. Einzeln füttern lässt sich leider Zeitlich nicht umsetzten, ist allerdings bei genauer Beobachtung des Fressgeschehens auch nicht nötig.

Viele Grüße, dag Daniel

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Anonymous
Gast





Verfasst am: 25.09.2002, 13:55


Hidiho,

das sind sicherlich Erfahrungen, die jeder für sich gemacht hat, die ausschlaggebend für die eigenen Haltungsbedingungen sind.

Ich finde die Einzelhaltung von kleinen Corns eher angenehm als anstrengend. Zumal einiges etwas übersichtlicher bleibt und die Kleinen ohnehin nicht so viel Platz wegnehmen.
Die großen werden bei mir auch vergesellschaftet - alleine schon aus Platzgründen, da ich keine Racks hier stehen haben möchte.... dann kann man sich auch Bilder von Corns an die Wand pinnen, die sieht man wenigstens immer

Tamnophen sind ja aber auch beim Fressen etwas anders zu handhaben als Kornnattern, daher erklärt sich sicherlich schon an dieser Stelle ein entscheidender Unterschied.

Ich denke, man muß da innerhalb der eigenen Erfahrungen und Möglichkeiten das beste draus machen.

Aber der Punkt von Elfi war ja der, daß man unverantwortlich bei der Fütterung vorgeht - man kann locker auch mehrere Kornnattern in einem Becken gleichzeitig füttern, dann muß man aber eben dabeibleiben und aufpassen, um eben Unfälle zu vermeiden! Dabei stört man allerdings auch wieder diejenigen, die gerade beim Fressen sind.....

Gruß
Jochen
 
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Tags: kannibalismus

 
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