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Anonymous
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Ich erbitte freundliche Hilfe<img src=
Verfasst am: 08.01.2003, 21:59

Huhu@all !

Tja ich bin neu hier und bin eigentlich nur durch Zufall auf dieses phänomenale Forum gestoßen, aber da ich durch einiges Lesen die Hoffnung geschöpft habe, hier kompetente Hilfe zu erwarten, hab ich mich auch gleich registriert^^.

Also ich habe folgendes Problem : Ich gehe in die Stufe 12, Gymnasium und muss eine Facharbeit schreiben, wofür ich mir das Fach Biologie ausgesucht, weil´s interessant ist und ich genug Material zuhause habe.
Leider nicht soviel, wie erwartet Sad.
Jedenfalls habe ich mir als Thema Vererbungslehre ausgesucht und weil ich selber Halter zweier Kornnattern bin, kam ich auf die Idee dieses Thema anhand von Schlangen zu erklären, da ich mit der Klassifikation und dem Aufschreiben von Allgemeininformationen über Schlangen und Kornnattern noch ein paar Seiten füllen kann Very Happy.
Nur kenne ich mich wie gesagt noch nicht recht mit dieser Lehre aus, ich kenne nur die Grundlagen Mendel´s und weiss, dass meine Kornattern heterozygote Träger des Albino-Gens sind.
Ich will für ´ne dämliche Facharbeit natürlich nicht anfangen, Schlangen zu züchten, ich hab weder Platz noch genug Erfahrung und davon abgesehen hab´ich eh zwei Weibchen Smile.

Aber ich dachte mir, vielleicht wäre jemand von euch so nett und könnte mir ein paar Beispiele an unterschiedlichen Schlangenarten geben ?
Vom Wildfang zum Albino oder so (hab ja keine Ahnung :p) aber nicht nur Farb-Beispiele sondern auch Beispiele für Veränderung der Zeichnung oder der allgemeinen Physiologie der Tiere wären mir recht (Ich hatte da etwas gelesen, von wegen bloodred´s die schwachen Generationen angehörten, durch outcross-Züchtung (Einbriingen von frischem Erbmaterial ???) aber wieder erstarkt sind etc.), kurzum : Alle Info´s die ihr für mich habt.

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr euch ein wenig Zeit nehmen würdet, mehr kann ich euch leider nicht anbieten.
Ich hab Literatur über Kornnattern und die Vererbungslehre in der Humangenetik, ganzunbedarft bin ich also nicht, aber was ich brauche, hab ich ja erklärt.
Schonmal im Voraus vielen herzlichen Dank und nehmt´s mir net übel,

Euer Nick
 
Daniel G.
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Anmeldedatum: 20.09.2002
Beiträge: 737


Verfasst am: 08.01.2003, 22:24

Hi Nick,

Zu Deinen Fragen kann Dir bestimmt Elfi jede Menge erzählen, schließlich ist sie hier der Kornnatternfarbvererbungswissencrack.

Ich kann Dir zu diesem Thema nur den Text anbieten, den Elfi und ich zusammen erarbeitet haben und der sich zufälligerweise mit der "Erstellung" eines Albinos sowie einiger anderer Farbformen befasst.

Zu finden ist er hier:

http://d.gruebner.bei.t-online.de/Genetik.html

Außerdem wäre noch dieses Interessant:

http://d.gruebner.bei.t-online.de/Farbformen.html

Viele Grüße und viel Erfolg bei Deiner Facharbeit, dag Daniel

webmaster von <a target="_blank" href="http://www.gartersnake.de"><b> http://www.gartersnake.de</b>
</a>
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 09.01.2003, 09:27

Hallo,

schönen Dank für die Blumen, Daniel - aber bei den Strumpfbandnattern geht das auch nicht anders als bei Kornnattern

Im Prinzip kann ich auch nicht sehr viel mehr bieten als den Text. Ich hab mich bisher nicht weitergehend mit der Genetik befasst als mit dominant-rezessiven Erbgängen, mehr muss man zur Farbzucht nicht wirklich wissen
Ok, die Bloodred kapier ich auch noch... Zur Bloodred kann ich aber Daniel Bohle's Lexikon der Kornnattervarianten empfehlen, da ist das wunderbar verständlich erklärt:

http://mitglied.lycos.de/Kornnattern

Ansonsten würde ich vorschlagen, Nemesis, du gibst dir erstmal den Text den Daniel verlinkt hat. Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne auch per Mail melden, ich tu dann gerne mein Bestes

Gruß
Elfi
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 09.01.2003, 20:57

Danke für die Hilfe, das Material ist toll aber so schnell seid ihr mich nicht los Very Happy.......ich werde bestimmt noch ein paar mal Fragen äussern und ausserdem gefällt es mir hier, ich werde mich noch ein bisschen umsehen Smile.

Rezessiv-dominante Erbgänge sind also die Erbgänge, die "normal" aussehen und in denen nur einige Tiere eine Veränderung aufweisen ? Die Schlangen, die aus der Verbindung eines Albinos und eines Nominaten hervorgehen aber nominat aussehen sind dann halt heterozygote Träger des Albinogens ?

Übrigens, meine Kornnattern sind jetzt etwas über 6 Jahre alt und erfreuen sich bester Gesundheit, jedoch weiss ich nicht ob die Futterdosis stimmt, sie nehmen ja eh nur an, was sie brauchen, nur ob es zu wenig ist ?
Jede kriegt alle zwei Wochen eine mittelgroße Ratte.
Es sind btw Nominat, bzw. sehen sie so aus aber ich weiss, dass sie Träger des Albino-Gens sind.
Sind es dann Nominaten oder nennt man sie noch anders ?

Schonmal danke,
Nick




Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 09.01.2003, 21:37, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 10.01.2003, 00:06

Hi Nick,

wer sagt denn, dass dich hier irgendjemand loswerden will?

Quote:

Rezessiv-dominante Erbgänge sind also die Erbgänge, die "normal" aussehen und in denen nur einige Tiere eine Veränderung aufweisen ? Die Schlangen, die aus der Verbindung eines Albinos und eines Nominaten hervorgehen aber nominat aussehen sind dann halt heterozygote Träger des Albinogens ?



Das kommt darauf an, was du mit was verpaarst. Dominant-rezessive Erbgänge beschreiben schlicht und erfreifend Erbgänge, bei denen ein homozygotes Vorliegen eines rezessiven Gendefektes erforderlich ist um auch in Erscheinung zu treten. Verpaarst du also Nominat het. f. Amelanistic mit Nominat het. f. Amelanistic, sind rechnerisch 25 % der Jungtiere phänotypisch amelanistisch. Verpaarst du eine Nominat mit einer Amelanistic, sind alle Tiere Nominat het. f. Amelanistic, das ist aber trotzdem ein dominant-rezessiver Erbgang.

Quote:

Übrigens, meine Kornnattern sind jetzt etwas über 6 Jahre alt und erfreuen sich bester Gesundheit, jedoch weiss ich nicht ob die Futterdosis stimmt, sie nehmen ja eh nur an, was sie brauchen, nur ob es zu wenig ist ?
Jede kriegt alle zwei Wochen eine mittelgroße Ratte.



Ich würde sagen du musst dir keine Gedanken um Unterernährung machenIm übrigen nehmen Schlangen nicht immer nur das was sie brauchen, man kann sie durchaus auch fett füttern... Aber diese Fütterung finde ich durchaus ok.

Quote:

Es sind btw Nominat, bzw. sehen sie so aus aber ich weiss, dass sie Träger des Albino-Gens sind.
Sind es dann Nominaten oder nennt man sie noch anders ?



Also erstmal zum Begriff Albino: Ich bin vielleicht etwas penibel (schreibt man das so?), aber ein Albino hat keine Farbpigmente. Ich schätze also, deine Tiere sind het. f. Amelanistic (keine schwarzen Farbpigmente). Dann sind das also Nominat het. f. Amelanistic - sonst nix

Gruß
Elfi
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 10.01.2003, 00:46

Ich hab mir mal eure übrigens Posts durchgelesen.........dass du mit den Farbbezeichnungen penibel bist ist bei einem derart begeisterten Züchter durchaus zu verstehen .

Okay, dann sagen wir meine Tierchen sind het. f. Amelanistic .

Ich bin ja nur ein armer, kleiner Corn-Halter, der sich noch nicht einmal an der Zucht versucht hat.
Da ich aber auch erst 17 bin und bei meinen Eltern wohne, ist das, glaube ich, nachvollziehbar, oder ?

Ich habe übrigens auch einiges zum Thema Kannibalismus gelesen, ich hatte Glück.
Meine beiden stammen aus dem gleichen Gelege und wurden zusammen, nicht separiert, aufgezogen, allerdings nicht von mir, sondern von einem erfahrenen Züchter....ich bekam die Tierchen erst, als sie futterfest waren.

Hört sich jedenfalls alles ziemlich interessant an, ob ich irgendwann mal vielleicht auch züchte ?
Das steht in den Sternen


Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 10.01.2003, 00:48, insgesamt einmal bearbeitet
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 10.01.2003, 10:54

Quote:

Ich bin ja nur ein armer, kleiner Corn-Halter, der sich noch nicht einmal an der Zucht versucht hat.
Da ich aber auch erst 17 bin und bei meinen Eltern wohne, ist das, glaube ich, nachvollziehbar, oder ?



Durchaus, ja

Ja, das mit dem Kannibalsimus ist so eine Sache.... Nicht an der Tagesordnung, aber auch nicht wirklich ein Ausnahmefall. Letztendlich liegt es am Züchter bzw. später am Pfleger, ob er das Risiko eingeht oder nicht. Irgendwie unbegreiflich finde ich, dass man sich ziemlich schwer tut "erfahrenen Züchtern" die Problematik begreiflich zu machen, selbst wenn man ihnen Bilder vor die Nase hält...

Gruß
Elfi
 
Anonymous
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Verfasst am: 18.01.2003, 13:30

Quote:

Irgendwie unbegreiflich finde ich, dass man sich ziemlich schwer tut "erfahrenen Züchtern" die Problematik begreiflich zu machen, selbst wenn man ihnen Bilder vor die Nase hält...



Hi Elfi,

das Problem liegt hier nicht bei erfahrenen Züchtern, sondern solche, die sich als solches halten
Gut, ok, daß das Problem auch bei wirklich erfahrenen Züchtern auftritt, ist wohl ein anderes Thema..... bei über tausend NZ pro Jahr wird man sich wohl nicht immer um das einzelne Tier kümmern wollen.... und was macht es da, wenn fünf Tiere als Futter verenden?!
Ist wohl eine Frage dessen, was man will

Gruß
Jochen
 
Anonymous
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Verfasst am: 18.01.2003, 13:35

Hi Jochen,

Quote:

das Problem liegt hier nicht bei erfahrenen Züchtern, sondern solche, die sich als solches halten



deshalb ja auch in "" Im übrigen gebe ich dir durchaus Recht, die Frage ob man das Risiko eingehen will oder nicht muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Ich meinte hier eher Reaktionen die der Einstellung "Bei mir ist sowas noch nie vorgekommen, das glaube ich nicht" entsprechen.

Gruß
Elfi
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 18.01.2003, 16:39

Hi Elfi,

aber genau solche Reaktionen findest Du doch in jedem Bereich. Sei es im Beruf, in der Terraristik, bei Spieleabenden,....

Milde ausgedrückt behaupte ich jetzt einfach mal, viele dieser Menschen sind geistig ein wenig unflexibel und engstirnig.

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 19.01.2003, 00:26

Hi Jochen,

*lol* das ist mit Sicherheit so, anders ist das ja auch nicht zu erklären... Außerdem dürfe noch eine gehörige Portion Ignoranz dazugehören... Tja nun, dann "begreife" ich das vielleicht, aber verstehen kann ich das immer noch nicht...

Gruß
Elfi
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 22.01.2003, 01:03

Hmm, ich verstehe die ganze Zücher-Ethik der Amerikaner nicht, ich finde das ist ´ne wirklich große Sauerei !

Und wenn sie schon solche Bilder sehen, auf dem der Beweis für solchen Kannibalismus vorzufinden ist, sollten sie sich auf jeden Fall Gedanken machen.
Diejenigen, die das nicht tun, da könnt ihr mir sagen, was ihr wollt, interessiert nur noch das Geschäft und nicht mehr das Tier an sich. Traurig........
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 22.01.2003, 08:13

Hallo Nemesis,

ich meinte hier deutsche Züchter, die bislang offensichtlich noch nie etwas davon gehört haben bzw. selbst noch keine Erfahrungen mit Kannibalismus gemacht haben. Bestimmt gibt es die auch in Amerika, aber die meinte ich nicht.

Gruß
Elfi
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 22.01.2003, 22:00

Hi Nemesis,

ganz im Gegenteil!
Ich finde das gewissermaßen sogar gar nicht so schlecht. In der Natur gibt es ein ganz einfaches Gesetz: "Survival of the fittest"
Wenn man sich mal anschaut, was im Terrarium alles groß wird und daß einige dieser Tiere ein Leben lang rumkränkeln....

Auf der anderen Seite nehmen die Amis die Sache mit der Inzucht allerdings nach meinem Geschmack etwas zu locker. Aber das ist schon wieder eine ganz eigene Diskussion.

Gruß
Jochen
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 22.01.2003, 22:46

Hi Jochen,

ja ich denke, in diesem Punkt hast du Recht, aber ich denke auch, dass es beim Züchten halt manchmal vorkommen kann, schwache Tiere zu erhalten, oder ?
Ich kenne mich da ja nicht so aus.......jedenfalls, Kannibalismus muss nicht vorkommen, das ist zumindest etwas, was sich vermeiden lässt...
 
Anonymous
Gast





Verfasst am: 23.01.2003, 09:49


Hi Nemesis,

nun, letzlich kann man jedes Tier groß ziehen. Im Terrarium fallen ja eben schlechte Wetter- und Futterbedingungen weg, keine natürlichen Freßfeinde,...
Somit sind das natürlich prima Bedingungen, daß sogar ein schwaches Tier groß gezogen werden kann. Wenn das Tier dann mal eine gewisse Größe erreicht hat, ist es auch kaum mehr anfällig, doch bleiben oft weniger schöne Nebenbedingungen: sind doch gerade einige Böcke alles andere als sehr potent, Weiber, die regelmäßig "Eierverstopfung" haben oder sonstige Probleme bei der Reproduktion.
Es ist sicherlich eine sehr ethische Frage, darüber zu diskutieren, ob man solche schwachen Tiere großzieht oder ihrem Schiksal überläßt.

Wie gesagt, man kann solche Tiere >> ohne Probleme << groß ziehen, das erfordert an manch einer Stelle jedoch sehr viel Geduld und vor allem ist das z.T. sehr zeitintensiv. Ein großer Züchter, wie C.B., K.L., R.Z.,D.S.,... aus den USA hat vielleicht nicht immer die Zeit, vielleicht auch nicht immer die Lust, sich derart intensiv um einzelne Tiere zu kümmern, schließlich sind da ja noch weitere 1000 Nachzuchten, von den großen Tieren ganz zu schweigen, und so überlassen sie die Kleinen ihrem Schiksal. Machen sie's, ist's gut, wenn nicht, dann isses eben auch net so schlimm.

Ob man jetzt gezielt die schwächeren Tiere selektiert oder mit viel Geduld großzieht, ist wirklich eine Frage der Ethik, aber auch des Zuchtumfangs. Wenn Du drei Gelege pro Jahr hast, bist Du vielleicht froh um jedes Jungtier, damit Du Deine Unkosten durch den Verkauf wenigstens halbwegs decken kannst, andererseits hast Du auch viel mehr Zeit, Dich entsprechend drum zu kümmern.

Der Kannibalismus läßt sich ganz locker vermeiden, indem Du die Tiere spätestens nach der ersten Häutung vereinzelst. Da sind wir aber wieder bei dem Punkt: das ist auch sehr platzintensiv und Du brauchst eine ganze Menge kleiner Behälter. Und je mehr kleine Behälter, umso länger dauert eine Fütterung. Es vereinfacht die Sache ungemein, wenn man ein Gelege auch als solche Gruppe aufzieht: bei einer Fütterung ist es nur ein Gefäß, nur eine Wasserschale,.....

Aber Elfi sprach durchaus auch die verantwortungslosen Züchter an, das ist ja wiederum ein ganz anderes Thema. Wenn sich ein "Großzüchter" überlegt, daß er die Tiere in Gruppen hält und ganz bewußt das Risiko des Kannibalismus eingeht, ist das ja in Ordnung, ist er sich dessen aber nicht bewußt und es kommt plötzlich mal bei ihm vor, dann sollte man sich doch mal überlegen, ob man wirklich ein ernsthafter und vor allem kompetenter Züchter ist!

Gruß
Jochen
 
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