!!! AN ALLE ANFÄNGER!!! Verfasst am: 28.04.2003, 10:39
tach,
ich muß nochmal auf das thema unterhaltungs-kosten
der terraristik aus der rubrik off topics/freak von daniel
zurück kommen....
wer denkt das es damit getan ist, sich irgend ein tier zu
kaufen,es in´s terrarium einsperren und dann zu sagen
wie cool es ist eine echse,schlange etc. zu haben, der hat
sich geschnitten.es ist mit sehr viel arbeit und geld verbunden
sich ein tier ARTGERECHT zu halten.
ich wollte nur anregen,sich vor dem kauf schlau zu machen,
es ist keine katze die man im urlaub zu freunden geben
kann...
wie denkt ihr darüber????
webmaster von www.grossechsen.de
_________________
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 10:50
hi,sancho!!
also ich hab zu diesem thema schon hier meinen senf zugegeben
aber leiderleider gibt es einfach zu viele "trendsetter",die alles mitmachen müssen,auch wenn se keine ahnung von tuten und blasen haben*seuftz
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 14:14
Ja das stimmt ich seh es ja selber bei mir
Ich wollte schon immer Echsen haben aber hab mir nie welche geholt da es bei den meisten so abgeht das einfach ein Terri + irgendein Tier gekauft wird ohne sich schlau zu machen...
Also hab ich das Thema begraben war um Weihnachten rum bei ner Freundin und die hat Echsen und mein Traum ist wieder aufgewacht
Also hab ich beschlossen wenn ich mir wirklich echsen hole mich auch wirklich schlau zumachen und zu gucken das ich das nötige Geld und den Platz sowie Zeit habe Hab mich dann an den PC gesetzt und im Internet gesucht und gesucht überall stand was anderes , bin von Zoohandlung zu Zoohandlung und bin dann schliesslich hier aufs Forum gestossen und hab hier erst mal Kontakte geknüpft mit Wolli über die Tiere gechattet und im Forum Fragen über Fragen gestellt bis ich jetzt mit ruhigem Gewissen sagen kann mein Terri ist Echsen gerecht und ich verfüge über das Grundwissen damit es den Tieren gut geht
Ja jetzt ist es soweit nach meinem Terri testlauf bekomm ich Donnerstag endlich meine 2 Leopardgeckos
Wenn sich jeder vor dem Kauf nur etwas schlau machen würde wäre den tieren schon sehr geholfen
Gruss Reachdeep
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 15:32
also als ich angefangen hab habe ich mich schon einige wochen vorher damit beschäftig alles was man so wissen sollte in mich aufzusaugen mit büchern im internet bei freunden die schon tiere hatten bin auch schon von händler zu händler gegangen und hab mir die verschiedensten sachen erklären lassen
das hat mir viel gebracht und ich war schon auf vieles vorbereitet den eigene erfahrungen sammeln muß man ja sowieso
lg huat
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 15:36
so sieht´s aus!!
man muß sich halt informieren,
wo bei ich anmerken muß,auch wenn man theoretisch
alles weiß,in der praxis lernt man viel dazu...
ist sehr interessant welche erfahrungen ihr gemacht
habt.
@Sancho
Was genau meinst Du mit "artgerecht" ?
Du meinst, man soll die Tiere entsprechend ihrer natürlichen lebensgewohnheiten halten ?
Also für Mäuse eine Scheune, für Hunde eine Wiese mit Wald und Fluß etc. ?
Was glaubst Du, wie nah man mit der Terrarienhaltung dem Begriff "artgerecht" Kommt ?
Dann vielleicht noch totes Futter reichen, weils ja so praktisch ist...
Und es gibt imo ne Menge Leute, die ihren Köpi als Phallussymbol brauchen, aber denen ist eh nicht zu helfen
grrrrrrrrrrr
*aufreg*
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 15:57
@woodworm
was regst du dich auf?
mit artgerecht meine ich,das es bestimmungen gibt,
je nach den körpermaßen des tieres sind terrariengrößen einzuhalten.sonst steigt dir das veterinäramt auf´s dach.
und mit artgerecht halten meine ich,das kein leo in ein
tropenterrarium gehört...und mit artgerecht halten meine
ich,das die tiere nicht nur von hundefutter ernährt werden.
DAS ALLES MEINE ICH MIT ARTGERECHT!!!!
webmaster von www.grossechsen.de
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 16:46
Hi
langsam wirds hier interresant.
In dem Punkt das man den Tieren warscheinlich nie genau die Umgebung bieten kann die sie in Natur haben stimme ich woodworm zu (wobei ich seine Aufregung nicht ganz zuordnen kann, über was genau er sich hier aufregt). Dies geht alleine aus Platzgründen nicht. wobei wenn mans schon so genau nimmt bei den Mäusen eher Wald statt Scheune stehen sollte da diese ja auch nicht natürlich ist.
Andererseits kann man versuchen den Lebensraum der Tiere so gut wie möglich nachzuahmen. Alleine sich diesen Grundsatz zu fassen und zu befolgen ist schon mal der wichtigste Grundstein.
Im übrigen möchte ich nach woodworms reaktion mal eine grundlegendere Frage in den Raum stellen:
Woher nehmen wir uns das Recht andere Lebewesen in Käfigen zu halten? Erinnert mich etwas an Sklaverei, bei der auch eine niedere Rasse (damals Schwarze) mehr oder weniger als Wahre gehandelt wurde und zum Teil zur Belustigung oder Arbeitsabnahme "gehalten" wurde.
Grüße
ein etwas nachdenklicher
Wolli
Daniel G. « Moderator »
Anmeldedatum: 20.09.2002 Beiträge: 737
Verfasst am: 28.04.2003, 20:06
Hi Wolli,
auch auf die Gefahr hin eine riesen Diskussion vom Zaun zu brechen, die ich aber mit jedem gerne bis zum bitteren Ende führen würde: Wir haben kein Recht dazu, aber wir nehmen es uns. Die einzige Antriebsfeder zu solchem Handeln ist einzig und alleine unser Egoismus. Wissenschaft hin, Wissenschaft her, letztendlich steht auch hier der menschliche Egoismus hinter jeglichem Treiben.
Dies muss leider jeder Tierhalter zugeben, wenn er nach seinen Beweggründen gefragt wird und diese auf eine Essenz zurückführt.
Viele Grüße, dag Daniel
_________________ webmaster von <a target="_blank" href="http://www.gartersnake.de"><b> http://www.gartersnake.de</b>
</a>
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 20:29
Da muß ich Daniel 100%ig Recht geben!!
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 20:50
hi,
stimmt.wenn es danach geht, dürfte kein tier in gefangenschaft gehalten werden.
man versucht denoch es den tieren so gut als möglich
zu machen.
wenn man es anders herum sieht,
die tiere kriegen zu essen, haben "optimale" bedingungen
was den lebensraum angeht und haben ärztliche
aufsicht.
aber fühlen sie sich wohl?????
webmaster von www.grossechsen.de
Anonymous Gast
Verfasst am: 28.04.2003, 22:38
Hi
Quote: aber fühlen sie sich wohl?????
Ich denke hier gild es wieder zu differenzieren. (Natürlich gehe ich bei meinen Aussagen von möglichst naturgetreuen Haltungsbedingungen aus.)
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, das Tiere die in gefangenschaft geschlüpft sind wirklich wissen was ihnen "entgeht".
Des weiteren wäre zu überlegen in wie weit ein langzeitgedächtnis vorhanden ist. Erinnern sich Wildfänge an ihr Leben in freier Wildbahn? Auch hier bin ich skeptisch.
grüße Wolli
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.04.2003, 16:13
Hallo Jungs.
Danke für eure Reaktionen, in die Richtung wollte ich die Diskussion so ungefähr haben.
Es ist so, daß mich das Wort "artgerecht" ganz derbe annervt, weil es eben unmöglich ist, die meisten Viecher artgerecht zu halten. Man sollte sich halt nichts vormachen, wie viele ja auch schon geschrieben haben. Vielleicht wäre "verhaltensgerecht" der bessere Ausdruck.
Quote: mit artgerecht meine ich,das es bestimmungen gibt,
je nach den körpermaßen des tieres sind terrariengrößen einzuhalten.sonst steigt dir das veterinäramt auf´s dach.
Wie sind eigentlich die Maße für nen Netzpython ?
Flori Master
Anmeldedatum: 16.11.2002 Beiträge: 690
Verfasst am: 29.04.2003, 16:24
@woodworm vielleicht ein Fusballfeld
_________________ 1.2 Leopardgeckos
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.04.2003, 18:58
aber wir dürfen nicht vergessen die meisten unserer tiere werden ja artgerecht gehalten von uns ,da sie ihre eigentliche umgebung ja nie kennengelert haben sondern alles nach züchtungen sind
mfg huat
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.04.2003, 19:17
da muß ich ja mal ne kritische Frage dazu stellen:
Ist Bewegungsdrang angeboren oder erlernbar????
Also das mit den nachzuchten zieht meiner Meinung nach nicht!
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.04.2003, 20:46
Nun, ich denke, so Sachen wie Bewegungsdrang, Futteraufnahme, Paarungsverhalten sind artspezifisch, und angeboren, nicht erlernt. Wenn ich also sehe, daß jemand Indigonattern in einem 1,80 Terrarium hält, dann ist das Terrarium zwar groß, aber artgerecht ist es nicht und auch nicht verhaltensgerecht, denn die Biester haben einen höllischen Bewegungsdrang.
Anonymous Gast
Verfasst am: 30.04.2003, 08:32
tach,
in gefangenschaft geborene tiere haben,denke ich,nicht
so ein bewegungsdrang.wobei es ja in der natur teilweise
reviere von mehrern km/2 sind.was ich auch beobachte,
wenn meine echse im sommer auf dem rasen ist,verhält sie sich ganz anders.ist viel aktiver,scharrt in der erde rum,sucht nach futter und so...denke schon das wenn sie aus dem terri in die freiheit kommen,das sie wissen wo sie sind,...
eigentlich ist doch die ganze diskussion hinfällig, wie daniel schon sagte, jeder von uns hält tiere und nimmt ihnen damit "rechte" (zb vom baum zu fallen oder gefressen zu werden). wir untergraben darwins evolutionstheorie doch aufs ärgste. von wegen survival of the fittest...wir ziehen doch alles gross, was nicht unter unseren händen stirbt.
ob das gut oder schlecht ist, kann und will ich nicht beurteilen.
artgerechte haltung?! wenn ich mir anschaue, was für kaninchen für stallgrössen angegeben werden und ich mr dann die im stadtpark anschaue, dann muss ich schon über die wichtigen zuchtverbände lächeln..
leider ist dieser post eher destruktiv als konstruktiv geworden.
ich wollte halt nur daniel zustimmen: der mensch ist numal die führende rasse auf dem planet, doch seiner verantwortung, die daraus resultiert, nicht wirklich bewusst
Anonymous Gast
Verfasst am: 23.07.2003, 07:31
Das ist eine wirklich schöne Diskussion.
Trotzdem möchte ich daran erinnern, daß die goldenen Freiheit oft doch recht beengt ist:
Dieses Frühjahr hatte ich dei Gelegenheit einige Zeit lang eine Mauergeckopopulation zu beobachten. Dort lebte an einer dicht mit Bougainvillea bewachsenen Wand etwa 1-2 Geckos pro Quadratmeter. Und wehe, einer kam seinem Nachbarn zu nahe. Ein großes dreibeiniges Männchen schlief jeden Tag unter derselben Haftwurzel und war nachts nie weiter als 1 m davon entfernt zu sehen. Ich habe mich vor allem gewundert, wie die Geckos bei der eingeengten Bewegungsfreiheit überhaupt genug Futter fanden.
Meine früher frei im Zimmer laufenden Exemplare dieser Art hatten definitiv erheblich mehr Bewegungsfreiraum als diese in der goldenen Freiheit lebenden Tiere!
Ein weiteres Beispiel: Auf einem Kiesplatz in Nordteneriffa beoachtete ich eine sehr hohe Populationsdichte von Gallotia galloti eisentrauti. Jedem Männchen "gehörte" ein Loch nahe einer Pflanze plus ein kleiner Vorplatz. Dazu gehörte ebenfalls meist je ein Weibchen . Nur wenige Weibchen bewegten sich durch die ganze Kolonie und wurden dabei oft attakiert. Kein Männchen entfernte sich jemals weiter als zwei Meter von seinem Loch-es sei denn, ein Tourist warf Brotkrumen. Dann entstand rasch ein wildes Echsenknäuel, das sich danach sofort wieder auflöste, wobei jedes Tier rasch sein Revier aufsuchte. Die Männchen waren ziemlich mit Bißnarben übersäht.
Mein altes Zuchtmännchen von der Art hatte zwar nur 1 Quadratmeter zur Verfügung, aber weitaus bessere Futterversorgung und blieb zeitlebens narbenfrei.
OK, das sind Extrembeispiele, die aber zeigen, daß man in gar nicht sooo seltenen Fällen den Haustierchen nicht unbedingt im Vergleich zum Freiland nur weit nach unten abweichende Platz etc Verhältnisse bietet.
Meine "frei" lebenden Cosymbotus führen mit Sicherheit kein wesentlich anderes Leben als ihre Artgenossen in einem Haus in Thailand.
Je kleiner -oder auch territorialer- die Tiere sind, umso einfacher ist es, dem Begriff " wie in Freiheit" doch recht nahe zu kommen.
Just my 2 cts
Ingo
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 23.07.2003, 07:34, insgesamt einmal bearbeitet
Anonymous Gast
Verfasst am: 25.07.2003, 11:43
Hi,
damit hast du im groben recht.....Vogelspinnen verweilen z.b. ihr ganzes Leben lang in ihrem Unterschlupf....trotzdem ist es Tierquälerei sie in einem 30x30 cm großem Würfel einzusperren....dem Tier wird doch langweilig
Um nochmal auf das mit der Evolution zurückzukommen:
Wir sind die Herscher dieses Planetens....allerdings weiß ich nicht ob es wirklich sinnvoll ist Geckos zu züchten und dadurch(jetzt nur Beispiel!!!!!!!)5 tieren ein schönes friedliches Leben zu schenken wenn man von seinem Haus zur Arbeit 3 Tiere mit dem Auto das Leben nimmt oder/und mit der Abgase mehr dazu beiträgt das die eigenen "rassenmitglieder"HAutkrebs bekommen....mit anderen Worten:
Die welt ist für'n Arsch
Anonymous Gast
Verfasst am: 25.07.2003, 13:57
Pass auf dann kauf dir nen Strohrock und zieh zu den Vogelspinnen!
So einen Quatsch hab ich bisher selten gehört.
Es tut mir ja leid das ich ein bischen aggressiv klinge aber vielleicht solltest du bevor du senden drückst nocheinmal lesen was du gerade da fabriziert hast.
Bei 90 % deiner Beiträge geht mir regelmäßig der Hut hoch!
Und du willst mal Tiere halten?
Ich denke du bist so ein Leo Fan und wartest nur auf die 1000 Antworten hier im Forum weil man das ja alles nicht im Buch findet.
Aber wehe man gibt dir mal einen Tip der deinem Tier wirklich helfen würde wie zum Beispiel ein Buch zu kaufen.
Wenn du dein 15 qm meter zimmer für den Leo und das Gewächshaus für seine Futtertiere (nicht das ihnen langweilig wird) fertig hast schick mir doch bitte Bilder.
Dz dessen Hut diesmal weggeflogen ist!
Anonymous Gast
Verfasst am: 25.07.2003, 15:38
Servuz,
also da kann ich DZ nur Recht geben, mir fällt dazu überhaupt nix mehr ein!
Anonymous Gast
Verfasst am: 29.09.2003, 13:57
stimme euch voll zu. allein schon ein artgerechtes terri kostet geld und dann sollte es auch noch dementsprechend ausgestattet sein. und schliesslich brauchen die tiere ja auch zu essen. auch ein ta-besuch kann mal vorkommen. also, vorher gut überlegen anstatt dann zu vernachlässigen!!
Anonymous Gast
Verfasst am: 20.03.2004, 09:00
@ Ingo
... interessant... ich muss sagen, meine Bildung ist da doch sehr lückenhaft, was die natürliche Reviergröße verschiedener
Arten angeht. (Lückenhaft ist noch geprahlt)
Wenn man wie Du die Möglichkeit hatte, Tiere in freier Wildbahn zu beobachten kann man, denke ich wesentlich bessere
Aussagen machen, wieviel Platz sie brauchen.
Und Daniel hat natürlich Recht, unser Streben ist von Egoismus geprägt. Allerdings ist das imo auch logisch, welchen
Antrieb sollte ein einzelnes Individuum sonst haben ?
Ergo: Ich werde mir abgewöhnen mich über das Wort "artgerecht" aufzuregen ... ist eh besser für den Magen
Angelripper Spezialist
Anmeldedatum: 25.08.2003 Beiträge: 278
Verfasst am: 20.03.2004, 11:44
Hi,
um nochmal auf den "Bewegungsdrang" zu kommen:
Ist es nicht bei den meisten Arten, seien es nun Echsen oder Säuger oder sonst was, vom Nahrungsangebot abhängig
wieviel Bewegung sie "brauchen"?
Beispiel Raubkatze: würde man denen ihr Futter in der freien Wildbahn vor die Nase legen würden sie auch nicht
mehr jagen...
oder Riesenschlangen: wenn sie mal genug gefressen haben liegen sie auch nur noch rum, brauchen sich also nicht
zu bewegen.
Also ist der Bewegungsdrang, welcher schließlich den Platzbedarf bestimmt, doch vom Futterangebot abhängig. Wir
füttern unsere Tiere ausreichend, daher benötigen sie auch nicht soooo viel Platz.
LG
Angelripper _________________ Möge das Himmelsauge stets �ber euch wachen
Anonymous Gast
Verfasst am: 22.03.2004, 12:41
Hallo zusammen,
@Angelripper
Dann möchte ich mal einen Einwurf starten:
Wir halten hier einiges an verschiedenen Tieren. Unter anderem eine Dobermannhündin, die jeden abend ihr Fressen
bekommt. Laut deiner Aussage
nullBeispiel Raubkatze: würde man denen ihr Futter in der freien Wildbahn vor die Nase legen würden sie
auch nicht mehr jagen
müsste unsere Madame den ganzen Tag fein auf ihrem Platz liegen und recht ruhig sein. Fakt ist aber, das die Gute
jeden Tag ihre 15-20 km mit meinem Mann am Fahrrad abrennen könnte, wobei sie 45km/h erreicht (bin mit dem Auto
hinterher gefahren und bei 45 hat Mannies alter Drahtesel schlapp gemacht *lach nicht Daniel *)
Des weiteren sagst du:
oder Riesenschlangen: wenn sie mal genug gefressen haben liegen sie auch nur noch rum, brauchen sich also nicht
bewegen
Stell mal ein Futtertier neben das Terrarium und dann mach die Scheiben auf und geh weg. Was meinst du, wo du die
Schlange finden wirst? Mit 100%tiger Sicherheit nicht mit vollem Bauch im Terrarium, sondern in irgendeiner völlig
anderen Ecke, nachdem sie einmal quer durch die Wohnung/ das Haus gekrochen ist. Selbst wenn sie vorher gut gefüttert
wurde, würde sie ihre Chance ergreifen und auf Wanderschaft gehen, wenn die Möglichkeit bestände.
Insofern kann man den Bewegungsdrang in den meisten Fällen nicht vom Futterangebot abhängig machen. Ich gebe dir
Sicherlich recht, das viele Tiere Ortsgebunden sind und ihr Revier haben. Was aber nicht heisst, das sich dieses
nur auf eine kleine Ecke bezieht. Und wenn wir ehrlich sind, mehr können wir unseren Tieren in den meisten Fällen
der Heimhaltung nicht bieten. Denn auch wenn man sich noch so große Mühe gibt, die Natur durch gute Einrichtungen,
entsprechende Umgebungstemperatur und Lf und halbwegs optimale Terrariengrößen zu simulieren, bleibt es in gewisser
Weise immer nur ein Teil von dem, was den Tieren wirklich zustehen würde.
Aber das ist eine Gewissensdiskussion über die sich jeder vor dem Kauf eines solchen Tieres im Klaren sein sollte,
ob er das mit sich vereinbaren kann und aus Gründen der Faszination und dem Respekt vor dem Tier das bestmöglichste
Ergebnis für seine Tiere schafft und auch schaffen kann.
Liebe Grüße
Niccie
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 22.03.2004, 12:44, insgesamt einmal bearbeitet
Angelripper Spezialist
Anmeldedatum: 25.08.2003 Beiträge: 278
Verfasst am: 23.03.2004, 09:50
Hi Niccie,
ich wollte mit meiner Aussage nicht behaupten das wir den Tieren immer ausreichend Platz bieten,
aber es ist nicht ab zu streiten das sich der Bewegungsdrang der tiere in einem hohen Maß am Futterangebot orientiert,
zumindest in freier Wildbahn.
Das Beispiel mit der Schlange von dir ist meiner Meinung nach nicht unbedingt auf den Bewegungsdrang zurück zu
führen, wahrscheinlicher erscheint mir da Neugier und/oder Langeweile eine Rolle zu spielen...
Bei deiner Hündin muß ich dir allerdings voll zu stimmen. Es gibt eben Tiere denen seit Generationen das Futte
vor die Nase gesetzt wird und die deshalb laufen wollen weil sie Spaß dran haben.
Wenn du meine Aussagen mal nur auf freilebende Tiere beziehst wirst du sicher einsehen das ich nicht ganz unrecht
habe...
LG
Angelripper _________________ Möge das Himmelsauge stets �ber euch wachen
Anonymous Gast
Verfasst am: 23.03.2004, 14:51
Hi Angel,
ich spreche sicherlich nicht ab, das Schlangen sehr Standorttreu sind in freier Wildbahn und sich ihr Territorium
sicherlich keine zig km2 erstreckt und das sie nach dem Fressen erst mal ruhen um zu Verdauen. Allerdings wollte
ich schon dazu anregen, mal darüber nachzudenken, dass mit deiner Aussage sehr schnell bei Anfängern der Verdacht
und somit auch die Freude aufkommen kann, das es bei ausreichender Fütterung ausreicht, ein minimales Platzangebot
zu schaffen, da sich die Tiere ja dann nicht bewegen brauchen. Und wir wissen doch letztendlich beide, das es nicht
so ist, denn ist der Platz vorhanden, wird er auch genutzt. J
Zu deiner Aussage, das Schlangen, wenn sie die Möglichkeit haben aus dem Terrarium zu entfliehen, dieses aus Neugierde
oder Langeweile tun, bezweifle ich stark, ebenso wenig wie sie zum „kuscheln“ auf die Couch kommen.
Aber dazu ich möchte mal noch was zum Thema Standort einwerfen:
Ich habe bis jetzt noch nie gehört, das Schlange die ausgebüchst sind, freiwillig wieder ins Terrarium gekrochen
sind (mag vielleicht vereinzelt mal vorkommen). Da die Tiere in der Natur aber ortsbezogen sind und viele NZ doch
an sich nichts anderes als ihr Terrarium kennen, wäre es mal interessant zu erfahren, was ihr darüber denkt, das
eben gerade diese Nachzuchten ihr Terrarium scheinbar nicht als Territorium ansehen. Denn meines Erachtens müssten
die Tiere, wenn sie von „Beutezug“ oder was auch immer sie dann da betreiben, ja wieder zu ihrem Ausgangspunkt,
sprich Terrarium zurück kehren, was sie aber nicht machen.
Mich würden mal Eure Gedanken dazu interessieren.
Liebe Grüße
Niccie
Anonymous Gast
Verfasst am: 23.03.2004, 16:04
Also spontan fällt mir da sowas wie Art-Verbreitung ein.
Wenn die Nachkommen einer Art da blieben, wo sie geboren worden sind, würde es in dem Gebiet bald ziemlich eng
für diese Art werden, was Futter und geeignete Lebensräume/Reviere angeht. Ich denke, es gibt bei den kleinen so
ne Art Wanderschaftsdrang....
Die Arten breiten sich ja so weit aus, wie sie eben können, also wie es der Lebensraum/Futterangebot zulassen.
Manche Arten verbreiten sich so über den ganzen Erdball...
Wenn sie dann älter sind und "ihren Platz" gefunden haben, denke ich bleiben sie da, schaffen sich ein Revier und
ziehen ihrerseits Nachkommen groß ...
Zuletzt bearbeitet von Anonymous am 23.03.2004, 16:06, insgesamt einmal bearbeitet
Anonymous Gast
Verfasst am: 23.03.2004, 16:44
Wir bringen da wohl alle was durcheinander...
was ist Bewegung und was ist "Standort"?
Der Standort einer Spinne mag da wohl viel mehr eingegrenzt zu sein als der eines Olivpythons, der nachweislich
sich in einem Revier aufhält und sich je nach Temperatur und Bedarf (Nahrung, Wasser) im Kreis bewegt.
Ist das Wechseln des Baums einer Spinne schon ein Standortwechsel, was wir bei Gorillas nie vermuten würden?
Wie definieren wir den Standort einer Schlange?
Terrarium, 100 Meter um das Terrarium, 5 km um das Terrarium?
Wie wir wissen, sind Schlangen Lauer-Jäger, im Gegensatz zu hetzenden Tieren wie schon der erwähnte Hund oder Raubkatzen.
Also ist die Definition der Bewegung bei beiden Tier-Familien nicht vergleichbar.
Es gibt sicherlich auch andere Gründe des Bewegungsdrangs, nicht nur des Futterangebots. Nehmen wir mal den geschlechtlichen
Fortpflanzungstrieb, oder warum sucht sich ein Bär beim einkehrenden Winter eine Höhle? Er frisst ja nicht in der
Zeit....
Oder warum verkriechen sich manche Tiere bei nahendem Unwetter unter Schutz-gebenden Objekten?
Oder die erwähnte Temperatur-Schwankungen? Viele Tiere speichern die Sonne, die sie suchen. Gerade wechselwarme
Tiere. Und verschwinden bei Nacht. Sie suchen also Wärmepunkte in der Natur.
Eine Schlange wird sicherlich nicht artgerecht gehalten, wenn wir ihre zurückgelegt Strecke in der Natur mit der
im Terrarium vergleichen.
Nur bewegt sie sich eben meiner Meinung nach nicht NUR auf Grund des Hungergefühls...
Anonymous Gast
Verfasst am: 23.03.2004, 19:15
tach,
terraristik ist nun mal eine kleine wissenschaft für jeden
halter von reptilien....
jeder sollte versuchen sein tier so gut als möglich
zu pflegen und bewegen und füttern, einfach das
es dem tier augenscheinlich gut geht...
wer sich ein tier holt muß auch beobachten und sich weiterentwickeln was die haltung angeht...
stillstand ist rückstand.....
webmaster von www.grossechsen.de
Anonymous Gast
Verfasst am: 24.03.2004, 06:39
Also zu dem Ausbüchsen aus dem Terrarium hab ich letztens bei meinem Bartiweibchen was lustiges gesehen.
Meine Bartis dürfen fast täglich ihre Runde in unserem Wohnzimmer drehen (ich weiss einige von euch sind nicht
begeistert wenn man Tiere frei in der Wohnung laufen lässt).
Unser Bartiweibchen haben wir erst seit ein paar Monaten und sie war am Anfang sehr zurückhaltend.
Wenn wir zu hause sind machen wir die Scheibe des Terris auf (es steht auf dem Boden) und unser Männchen springt
raus und macht einen Spaziergang sie hat das aber die ganze Zeit nicht gemacht, obwohl sie die Möglichkeit
hatte.
Letztens hat sie sich dann doch mal getraut und ist munter drauf los gelaufen.
Jetzt kommts als sie anscheinend genug gesehen hatte ist sie wieder zurück ins Terrarium gegangen - ganz
von alleine.
Unser Männchen macht das nicht
Also warum macht sie das und er nicht?
Hi Leute,
am Interessantesten an dieser Diskussion ist sicher wieviel Beiträge die Autoren auf Ihren Konten haben. Ihr seid sicher alle nicht lange Anfänger geblieben.
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